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Neuer Suzuki Ignis - erster Test Suzuki Ignis 2016

Namens-Nostalgie

Suzuki bringt mit dem Ignis ein herzig-markant gestyltes Micro-SUV - auf Wunsch mit Allradantrieb, serienmäßig zum günstigen Preis. Erster Test.

Georg Koman

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Suzuki ist derzeit auf dem Nostalgie-Trip – allerdings lediglich namenstechnisch. Nach dem Baleno belebt man nun auch mit dem Ignis einen historischen Namen.

Der neue Ignis hat mit seinem bis 2007 gebauten Vorgänger nichts gemeinsam, der Neue ist ein 3,70 Meter kurzes Micro-SUV mit toller Raumausnutzung und einem markanten Design.

Die knuffigen Proportionen, die extrem kurzen Überhänge vorne und hinten, die schwarzen A-Säulen, die breit ausgestellten Kotflügel - der Ignis wirkt auf liebenswerte Art eigenständig.

Auch innen setzt sich das flotte Design fort: Alles wirkt modern und dennoch übersichtlich, auf Wunsch zudem bunt. Natürlich kommt auch harter Billig-Kunststoff zum Einsatz, das kann man dem Ignis aber beim schlechtesten Willen nicht übel nehmen.

Der mit 2,44 Metern recht lang geratene Radstand sorgt für ordentliches Raumangebot, dazu ist die Fondbank nicht nur geteilt umklapp-, sondern auch ebenso verschiebbar.

Der Laderaum bietet mit 260-1100 Litern trotz der geringen Außenmaße ein vernünftig großes Volumen, bei umgeklappten Fondlehnen entsteht allerdings eine hohe Stufe.

Motorisiert ist der Suzuki Ignis vorerst nur mit einem 90 PS starken Vierzylinder-Saugbenziner, der - wie auch beim Baleno - mit einem Mildhybrid-Modul ("SHVS") orderbar ist.

Letzteres hilft dem drehfreudigen, aber nicht besonders drehmomentstarken 1,2-Liter-Vierzylinder vor allem im unteren Drehzahlbereich ein wenig auf die Sprünge.

Zwar lautet das Drehmoment so oder so 120 Nm bei 4.400 Touren, allerdings liefert der kleine Elektromotor seine zusätzlichen 50 Nm praktisch ab der Benziner-Leerlaufdrehzahl. Das sorgt für mehr Souveränität im häufig genützten Drehzahlbereich unter 2.000 Touren.

Doch auch ohne Hybrid wirkt der kleine Benziner durchaus spritzig, Grund dafür ist das äußerst geringe Leergewicht ab 856 Kilogramm, was ein EU-Eigengewicht (mit Fahrer und Benzin) von rund 950 Kilogramm ergeben sollte.

Knapp 12 Sekunden genügen für den Sprint auf 100 km/h, auch der lediglich 40 Kilogramm schwere Allradantrieb via Visco-Kupplung kostet praktisch kein Temperament - und bringt natürlich ein deutliches Traktions-Plus. Ausschließlich für den Fronttrieber zu haben ist dagegen die Automatik-Option.

Generell fährt sich der Ignis äußerst handlich, der Wendekreis liegt unter zehn Meter, das Fahrwerk ist straff, aber nicht hoppelig. Auch Lenkung und Schaltung überzeugen mit guter Präzision.

Die Einstiegspreise des ab Jänner 2017 erhältlichen Ignis lauten in Österreich 11.990 Euro für den 2WD und 15.990 Euro für den 4WD.

Dafür erhält man beim 2WD den einfach ausgestatteten "Pure", beim 4WD bereits die gut ausgestattete Variante "Shine" - mit Nettigkeiten wie Navigation, Smartphone-Anbindung und schlüssellosen Zugang. Für alle Versionen zum weiteren optischen Aufpeppen erhältlich: Dach und Felgen in Schwarz.

Dem Topmodell "Flash" vorbehalten sind neben der Hybridisierung auch Assistenzsysteme wie Abstandsregel-Tempomat, Spurhalte-Warnsystem, Müdigkeitserkennung und City-Notstopp. Solcherart ausgestattet und mit Allradantrieb abgerundet, kostet der Ignis 18.490 Euro.

Als einziger in der Kleinwagenklasse setzt der Suzuki Ignis dafür sogar eine Stereo-Kamera ein, die dem System dreidimensionales Sehen ermöglicht. Zur Einordnung: Teslas berühmt-berüchtigter "Autopilot" muss mit einer einzelnen Kamera auskommen.

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