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ARC: Leiben-Rallye

Sensationelles Debüt als Pilotin

Anja Blazek, erfüllte sich nach unzähligen Einsätzen als Co-Pilotin, einen langersehnten Traum und mietete sich den GP Racing Ford Fiesta von Georg Gschwandner.

Foto: Werner Schneider

Anja Blazek, erfüllte sich nach unzähligen Einsätzen als Co Pilotin, einen langersehnten Traum und mietete sich den GP Racing Ford Fiesta von Georg Gschwandner.

Berufsbedingt war bis auf einen kleinen Rollout zwei Tage vor der Rallye kein Training möglich.

Als Beifahrer musste Klaus Ostermann, ein ehemals locker gegebenes Versprechen einlösen.

Die naturghemäß in fast der ganzen Rallyeszene bekannte Blazek, teilte die „die es eh immer besser wissen“ in zwei Lager.

Von das Auto ist so gut wie verkauft, weil es kaltverformt wird, bis zu schnellen Zeiten wurde alles wie immer vorausprognostiziert.

Anja begann als wäre der Teufel persönlich hinter ihr her.

Der Herr Beifahrer, hätte am liebsten eine Doppelpedalerie aus dem Dienstwagen der Frau Fahrleherin gehabt um diese zu bremsen.

Verkeilte doch Anja das rechte Pedal fast mit dem Bodenblech und ließ sich vom Beifahrer nur wiederwillig überzeugen, vor Kehren doch auch manchmal das mittlere Pedal zu betätigen!

Es kam was kommen musste...

Man kam man an eine neuralgischen Stelle, welche schon davor so manchen erfahrenen Piloten zur Ambutation diverser Achsteile veranlasste.

Der Fiesta war um Welten zu schnell, man rutschte über alle Vieren Richtung Kurvenausgang über einen Graben und verzögerte erst dank einer massiven Betonwand.

Verlustig gemeldet wurde darauf hin die rechte Türe samt Schweller und ein Teil der Seitenwand erstrahlte in stromlinienförmigen neuen Design.

Das Team durfte dann nach der SP gleich zum Aufwärmen auch noch ein Rad wechseln, denn auch die rechte vordere Felge nahm Anja ihre geringfügig übermotivierte Fahrweise im wahrsten Sinne des Wortes krumm und quittierte ihren Dienst, in dem sie den Gummi die Freundschaft kündigte, so das selbigen die Luft ausging.

Der doch etwas forscheren Ton des Beifahrers welcher auf der nächsten SP via Peltor an Anjas Ohr drang, lies ihr dann doch die Einsicht zu teil werden, dass eine Rallye aus mehreren Sonderprüfungen besteht, auch wenn man selbst hinter dem Volant sitzt.

Die Zeiten auf SP 2 und 3 waren mehr als überraschend gut.

Nach SP3 kam dann ein Hilferuf, auf Grund des heftigen Einschlges in SP 1, hatte sich ein Teil der Schaltseilführung verabschiedet und so blieben für SP 4 nur die Gänge zwei und vier über, aber nicht einmal auf dieser SP war sie Letzte(...)!

Im langen Mittagsservice wurde dann alles wieder geheilt und nach der von Anja gewünschten Lieblingsrallyespeise (Spagetthi), ging es entspannt in den Nachmittag.

Mühevoll, war ein vor ihr fahrender fünfzigjähriger Debütant, im gleichen Gerät auf welchen man fast immer kurz vor Ende der Sonderprüfung auflief.

Dieser hatte ein wahnwitziges Problem, dachte er doch die gelbe Vorankündigungstafel für das Ziel sei das Ziel, und die rote Zieltafe sei der Stop.

So verhielt es sich bei einer SP, dass Anja - widermal das rechte Pedal verkeilt im Bodenblech - bis zum letzten Zentimerter der Sonderprüfung voll attackierte und um die letzte Kurveschoß und da stand er, der Herr Markenkollege, bei der roten Zieltafel.

Anjas und Klaus Augen wurden so groß, man konnte die Abdrücke der Pupillen später im Service innen an der Scheibe sehen, Gott sei dank,war in dieser Situation links viel flache Wiese vorhanden, welche Blazek in voller Fahrt zum Vorbeifahren nutzte -wahrscheinlich hatte sie mit ihrer Coolnes auch noch Zeit, den Blinker zu betätigen die Frau Fahrlehrerin....

Bei ihrer ersten Rallye wurde Blazek zweiter in der Klasse N8, rechnet man den Ausritt und den Zeitverlust auf Grund des Folgeschadens ab, wäre die Sensation eine noch größere als sie ohnedies schon ist und Blazek hätte die Klasse vor den routinierten, mit 200PS starken Honda fahrenden Ehepaar Dworak gewonnen.

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