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Lindner & die „ARBÖ”: Ewige Treue

Seit 1995 begeistert der Salzburger Hans-Georg Lindner mit seiner verwegenen Fahrweise, nur einmal musste er den Start in Admont auslassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Erscheinen von Hans-Georg Lindner bei der ARBÖ-Rallye anzukündigen ist (und wohl auch nicht das letzte Mal). Für die Besucher der Veranstaltung bedeutet das wie eh und je einen großen Grund zur Freude, denn seit 1995 begeistert der Salzburger, der unverändert treu auf die schlichte Power eines 2er-Escort setzt, mit seiner verwegenen Fahrweise.

Auch was die ARBÖ-Rallye betrifft, beweist Hans-Georg Lindner eine auffallende Kontinuität, seit er Mitte der Neunziger Jahre bei den Vorausfahrern erschienen war – und bald darauf auch schon im Feld der Wettbewerber. Er musste nur ein einziges Mal den Start in Admont auslassen, nämlich im vergangenen Jahr, als er beruflich bedingt absagen musste. Aber jetzt geht's ja wieder weiter.

Wie aufmerksame Rallye-Besucher sicher schon festgestellt haben, ist der Zusatz "Steiermark" nicht mehr im Namen der Veranstaltung enthalten, denn die frühere ARBÖ-Steiermark-Rallye findet ab heuer nicht mehr nur in der Heimat der steirischen Eichen statt. Der Streckenverlauf zieht sich unübersehbar auch in den Bereich der früheren Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye, genauer gesagt: Ins Gebiet zwischen Windischgarsten und Spital am Pyhrn. Womit die Veranstaltung an Format zugelegt hat. Daraus ergibt sich logischerweise auch: Nunmehr wieder zwei Tage Rallye-Vergnügen – und zwei Tage Drift-Vergnügen für Hans-Georg Lindner und Franz Blechinger.

Im Unterschied zu früheren Jahren wird sich die Salzburger Escort-Partie aber diesmal größtenteils mit Teilnehmern mit moderneren Fahrzeugen matchen müssen, denn die historischen Fahrzeuge, so sie sich in Admont bzw. in Liezen, wo der erste Start erfolgt, einfinden, sind hauptsächlich in der Gruppe "Slowly Sideways" zu finden, wo bekanntermaßen keine Zeitnehmung erfolgt. Hans-Georg Lindner steht allerdings mehr auf "Quickly Sideways", also ist er einer der letzten noch verbliebenen Historischen-Vertreter, die sich den Luxus eines authentischen Wettbewerbes auf Zeit leisten. Na ja – es hat ja schließlich bisher auch immer ganz hervorragend funktioniert. So gesehen auch bei der vor wenigen Wochen stattgefundenen AvD Niederbayern-Rallye, wo H.-G. Lindner und Franz Blechinger einen 17. Gesamtrang geschafft haben. So wie im Jahr davor bedeutete dies selbstverständlich auch einen Sieg bei den Historischen in Niederbayern.

Die Historischen kommen und gehen. Aber Hans-Georg Lindner und Franz Blechinger, die gehen ihren Weg unbeirrt. Und der wird sie auch heuer wieder in die steirische Rallye-Metropole Admont führen. Hoffentlich auch ins Ziel ...

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