RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Argentinien

Hirvonen & Ford bereits weit abgeschlagen

Just in jener Rallye, in der Hirvonen zumindest halbwegs mithalten konnte, streikte die Ford-Technik. Ein Wochenende zum Vergessen…

Für das Ford-Werksteam verlief die Rallye Argentinien, fünfter von zwölf Läufen zur diesjährigen Weltmeisterschaft, enttäuschend. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen mussten die anspruchsvolle Schotter-Veranstaltung bereits am Samstag wegen eines Problems mit der Motorkühlung ihres Ford Focus RS WRC vorzeitig beenden. Ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miika Anttila fuhren bis zum Sonntagmorgen auf Podiumskurs, mussten sich nach einer Kollision und daraus resultierenden technischen Problemen schließlich mit dem sechsten Rang zufrieden geben.

Nach seinem heftigen Abflug bei der Rallye Portugal vor drei Wochen wollte sich Jari-Matti Latvala im Vorfeld der Rallye Argentinien nicht auf eine konkrete Zielsetzung einlassen, sondern bei der südamerikanischen Veranstaltung vor allem neues Selbstverstrauen tanken. Dies gelang dem jungen Finnen eindrucksvoll. Nach dem sechsten Rang am Freitagabend verbesserte er sich im Verlauf des Samstags bis auf den dritten Platz. Auf der ersten Wertungsprüfung (WP) des finalen Tages endeten dann seine Podestträume allerdings abrupt.

„Etwa sechs Kilometer nach dem Start touchierte ich nach einer Wasserdurchfahrt mit dem Heck meines Wagens die Streckenbegrenzung“, erklärte Latvala. „Ein Warnlicht leuchtete auf und der Motor ging aus. Ich versuchte ihn wieder anzulassen, aber es klappte nicht. Erst als ich das ganze System neu gestartet hatte, erwachte der Motor wieder zum Leben. Das war einfach Pech.“

Insgesamt büßte Latvala durch diesen Zwischenfall acht Minuten ein und fiel auf den siebten Rang zurück. Mit einer aggressiven und fehlerlosen Fahrt verbesserte er sich bis zum Ziel noch auf den sechsten Platz. „Ich bin enttäuscht, das Podium verloren zu haben, aber glücklich, ins Ziel gekommen zu sein.“

Noch ärger traf es Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford Focus RS WRC. Er und sein Beifahrer Jarmo Lehtinen lagen am Samstag nur 6,1 Sekunden hinter dem Spitzenreiter und späteren Sieger Sébastien Loeb aussichtsreich auf dem zweiten Rang. Auf der vorletzten Prüfung des Tages stieg dann die Kühlwasser-Temperatur auf 140 Grad Celsius. Hirvonen musste seinen rund 300 PS starken Turbo-Allradler abstellen. Wegen der enormen Hitzeentwicklung wollte das Team Folgeschäden am Triebwerk vermeiden und entschied sich gegen eine Weiterfahrt gemäß dem SupeRally-Reglement. Stattdessen wird das Triebwerk nun im Team-Hauptquartier in England einer detaillierten Schadensanalyse unterzogen.

„Das war ein enttäuschendes Wochenende für uns hier in Argentinien“, fasste Ford-Teamdirektor Malcolm Wilson zusammen. „Das Ergebnis ist besonders bitter, da wir am Samstag noch um den Sieg kämpften. Es war Mikkos erster Ausfall seit der Saison 2006. Damit endete für ihn eine Serie von 22 Rallyes hintereinander in den Punkterängen. Mit Jari-Mattis Entwicklung bin ich zufrieden. Er fuhr auf Podestkurs, und es ist schade, dass er dieses Ziel nicht erreichen konnte. Aber insgesamt war diese Veranstaltung gut für sein Selbstvertrauen.“

Mark Deans, Motorsport-Direktor Ford Europa, sagte: „In puncto Meisterschafts-Ambitionen war das kein sehr gutes Wochenende für uns. Aber wir befinden uns immer noch in der ersten Saisonhälfte. Wir werden uns neu sammeln, weiter kämpfen und die Rolle des Herausforderers annehmen.“

Profitieren vom Pech des Ford-Werksteams konnte die Besatzung eines weiteren Ford Focus RS WRC. Henning Solberg, Pilot des Teams Stobart VK M-Sport, und sein Beifahrer Cato Menkerud beendeten die Rallye Argentinien auf Platz drei. Lokalmatadoren Federico Villagra und sein Co-Pilot Jorge Perez Companc steuerten ihren Ford Focus RS WRC des Munchi’s-Teams auf den vierten Rang vor der zweiten Stobart VK M-Sport-Paarung Matthew Wilson/Scott Martin.

In vier Wochen (21. bis 24. Mai 2009) steht mit der Rallye Italien auf der Mittelmeerinsel Sardinien die sechste Runde der Rallye-Weltmeisterschaft auf dem Programm.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

Weitere Artikel:

AARC, ET König Rallye: Vorschau

Alpe Adria Rally Club zu Gast in Judenburg

Nach den ersten zwei Rallyes in Kroatien und Slowenien, steht nun als dritter Lauf die „ET-KÖNIG Judenburg Rallye“ am Programm und 13 Teams des Alpe Adria Rally Clubs werden am 12/13. Juni in der Steiermark erwartet.

ORM/ARC, ET König Rallye: Vor Nennschluss

Die Gemeinden sind wichtige Rallye-Partner

Einige wichtige Gemeinden des Murtals in der Steiermark sind bei der am 11./12./13. Juni stattfindenden ET KÖNIG Rallye, powered by Peter Hopf Erdbau nicht mehr wegzudenkende Partner des Veranstalter-Teams.

Rosenberger mit Sensations-Premiere

Stohl: „Können stolz sein auf dieses Auto“

Kris Rosenberger überrascht mit sensationeller Lancia Rally 2-Österreich-Premiere. Drahtzieher war Manfred Stohl - wir haben mit dem STARD-Chef gesprochen.

ORM/ARC: ET König Judenburg Rallye

Judenburg wartet auf Simon Wagner und Co.

Die Arbeiten für den Stadtkurs bei der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau am 12. und 13. Juni sind in Planung / Im Rahmen von insgesamt 15 Sonderprüfungen fahren die Rallyestars heuer gleich drei Mal durch Judenburg

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben