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Rallye-WM: Argentinien

Die Top 5-Piloten innerhalb von 9,1 Sekunden

Kein Regen, daher viel Staub in Argentinien. Hirvonen führt knapp vor Loeb und Sordo. Petter Solberg lässt mit Bestzeit auf SP 4 aufhorchen.

Michael Noir Trawniczek

Der prognostizierte, von manchen auch erhoffte Regen kam zumindest am Freitagvormittag nicht – sodass die Rallyeboliden auf den argentinischen Schotterstraßen sehr viel Staub aufwirbelten.

Allen voran Sébastien Loeb, der als WM-Leader wieder als erster Wagen auf die Prüfungen musste – für die ersten Autos gab es sehr viel losen Sand, den es von den Straßen zu „schaufeln“ galt.

Auf der ersten Prüfung des Freitagmorgens, der 14,94 km langen SP 2 „La Cumbre – Agua de Oro“ konnte Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala die schnellste Zeit markieren, dahinter sein Teamkollege Mikko Hirvonen, Dani Sordo (Citroen), Xsara-Privatier Petter Solberg und mit 8,3 Sekunden Rückstand der WM-Leader auf Rang fünf.

Auf der 22,38 km langen SP 3 „Ascochinga – La Cumbre“ konnte Dani Sordo die Bestzeit fahren, dahinter Hirvonen und Loeb. Sordo übernahm damit die Gesamtführung – die Zeitabstände lagen jedoch nur in Sekundenhöhe.

Petter Solberg: „Schockierende“ Bestzeit

Für eine Überraschung sorgte Petter Solberg auf der 22,95 km langen SP 4 „Capilla del Monte – San Marcos“: Der Norweger konnte mit seinem privaten Citroen Xsara WRC die Bestzeit in den Schotter brennen – damit hat er selbst nicht gerechnet: „Das ist ein Schock – das ist ja unglaublich, ich bin sehr überrascht!“

Mit einem Augenzwinkern fügte der Weltmeister des Jahres 2003 hinzu: „Das kann noch ein sehr gutes Wochenende werden, denke ich.“

Vier Bestzeithalter

Auf der letzten Prüfung vor dem Mittagsservice, der 9,61 km kurzen SP 5 „San Marcos – Charbonier“, gelang Sébastien Loeb trotz „Straßenfegerfunktion“ die Bestzeit – womit die Vormittagsbestzeiten an vier verschiedene Fahrer ergingen: Latvala, Sordo, Petter Solberg und Loeb.

Die Gesamtführung hat jedoch Mikko Hirvonen inne – er liegt jedoch nur noch sechs Zehntelsekunden vor Loeb. Hirvonen erklärte im Zielraum der SP 5 gegenüber dem WRC-Radio: „Es war okay, wir hatten keine Probleme.“ Sordo liegt in der Gesamtwertung mit exakt fünf Sekunden Rückstand auf Rang drei, der Spanier erklärte: „Ich habe Zeit verloren, wir hatten viel Staub im Auto – ich weiß nicht, warum.“

Zwei Sekunden hinter Sordo belegt Petter Solberg Rang vier, weitere 2,1 Sekunden dahinter liegt Latvala auf Platz fünf – die Top 5-Piloten also innerhalb von 9,1 Sekunden!

“So viel Staub im Auto!“

Mit 24,3 Sekunden Rückstand belegt Henning Solberg Rang sechs – der Bruder von Petter kam völlig mit Staub bedeckt in den Zielraum der fünften Prüfung und schüttelte den Kopf, als er erfuhr, dass er die Prüfung als Zweitschnellster beenden konnte: „Okay, die zweitschnellste Zeit ist natürlich gut. Aber wir haben so viel Staub im Auto, das ist einfach unglaublich.“

Bereits mit etwas mehr als einer Minute Rückstand belegt Matthew Wilson im zweiten Stobart Ford Rang sieben – Lokalmatador Federico Villagra liegt eine weitere halbe Minute zurück auf Rang acht. Der Munchi’s Ford-Pilot erklärte: „Das Lenkrad wurde locker – das müssen wir im Service fixieren.“

Über zwei Minuten Rückstand weisen die beiden Citroen-Junioren Conrad Rautenbach und Sébastien Ogier auf, sie belegen die Plätze neun und zehn – mehr World Rally Cars sind an diesem Wochenende auch nicht am Start.

JWRC/PWRC: Kosziuszko & Pozzo führen

In der Junioren-Weltmeisterschaft JWRC treten nur drei Bewerber an – nach dem Freitagvormittag führt der Pole Michal Kosziuszko das Feld an, doch der Deutsche Aaron Burkart liegt nur 9,9 Sekunden zurück, während Alessandro Bettega bereits abgeschlagen ist.

In der PWRC führt Gabriel Pozzo 15,2 Sekunden vor Toshihiro Arai sowie 17,9 Sekunden vor Nasser Al-Attiyah.

Am Nachmittag werden ab 14.26 Uhr Ortszeit (19.6 Uhr MESZ) die vier Prüfungen in anderer Reihenfolge ein zweites Mal befahren – die Prüfungen werden dann bereits tiefe Spurrillen der zahlreichen Gruppe N-Piloten aufweisen…



Stand nach SP 5

 1.  Mikko Hirvonen      Ford     54:17.2
 2.  Sebastien Loeb      Citroen  +   0.6
 3.  Dani Sordo          Citroen  +   5.0
 4.  Petter Solberg      Citroen  +   7.0
 5.  Jari-Matti Latvala  Ford     +   9.1
 6.  Henning Solberg     Ford     +  24.3
 7.  Matthew Wilson      Ford     +1:00.9
 8.  Federico Villagra   Ford     +1:31.3
 9.  Conrad Rautenbach   Citroen  +2:01.3
10.  Sebastien Ogier     Citroen  +2:06.8

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