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Rallye-WM: Argentinien

Hirvonen vom Motor gebremst

Nach einer Bestzeit kam das Aus für Mikko Hirvonen: Motor überhitzt! Es führt Loeb vor Sordo und Latvala. Die Abstände sind bereits riesengroß…

Michael Noir Trawniczek

Privatier Petter Solberg lag nach dem Mittagsservice auf dem ausgezeichneten vierten Gesamtrang – doch gleich auf der ersten Prüfung des Nachmittags, der 20,81 km langen SP 14 „El Mirador – San Lorenzo“ erlitt der Xsara-Pilot einen Reifenschaden, was ihn mehr als dreißig Sekunden und damit auch den vierten Platz kostete. Diesen übernahm der zweite Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala.

Auf der gleichen Prüfung holte sich auch sein älterer Bruder Henning Solberg einen Patschen, der Stobart Ford-Pilot konnte jedoch seinen sechsten Platz halten.

Die schnellste Zeit konnte Ford-Pilot Mikko Hirvonen markieren, so konnte er seinen Rückstand auf 6,1 Sekunden verkürzen. Dani Sordo beschädigte seinen Citroen C4 an der Vorderseite und verlor jedoch nur 6,4 Sekunden auf die Bestzeit.

130 Grad

Die Freude von Bestzeithalter Hirvonen hielt nicht lange. Auf der 22,79 km langen SP 15 „Mina Clavero – Guilio Cesare“ begann der Motor des Hirvonen-Focus zu überhitzen, die Anzeige zeigte bereits mehr als 130 Grad an. Das Team befahl sofort, das Tempo zu verlangsamen - Hirvonen verlor auf dieser Prüfung 53 Sekunden, womit Sordo den zweiten Platz übernehmen konnte.

Auf der Verbindungsetappe zur 16. Prüfung war dann endgültig Schluss für Hirvonen, der dort noch versucht hat, den Motor mit Wasser aus dem Fluss zu kühlen. Ford-Teamchef Malcolm Wilson erklärte: „Das ist eine große Enttäuschung, denn es war ein knapper Kampf zwischen Sébastien und Mikko, der Mikko das Vertrauen gab, wirklich anzugreifen.“ Möglicherweise kann Hirvonen die Rallye am Sonntag unter „Superally“ fortsetzen, doch nach derart hohen Motortemperaturen müsse man den Wagen erst einmal genau inspizieren, fügte Wilson hinzu.

Die Bestzeit auf SP 15 fuhr Sébastien Loeb vor Latvala, auf der nächsten Prüfung, der 16,9 km langen SP 16 „El Condor – Copina“ war Latvala um 1,4 Sekunden schneller als der Weltmeister.

Die letzte „echte“ Prüfung des zweiten Tages, die 9,3 km lange SP 17 „Icho Cruz – Carlos Paz“ beendete erneut Loeb mit der schnellsten Zeit. Schon auf der Verbindungsetappe zu dieser Prüfung musste Sébastien Ogier aufgeben, weil seine Dämpfer immer schlechter wurden. Der Citroen Junior Pilot wird aber am Sonntag die Rallye fortsetzen. Auf der abschließenden Superspecial-Prüfung im Cordoba Stadion ließ sich Sordo eine Bestzeit gutschreiben.

Große Abstände

Die Abstände haben sich wegen der Ereignisse massiv erhöht – am Ende des zweiten Tages führt Sébastien Loeb mit fast einer Minute Vorsprung auf seinen Teamkollegen Dani Sordo. Latvlala liegt als sicherer Dritter rund 40 Sekunden hinter dem Spanier zurück. Petter Solberg liegt am Ende rund eine Minute hinter Latvala doch wieder auf Rang vier – ohne den Reifenschaden wäre der Norweger womöglich wieder auf dem Podium gestanden. 43,7 Sekunden hinter seinem Bruder belegt Henning Solberg den fünften Platz. 1:45 Minuten dahinter belegt Lokalmatador Federico Villagra Platz sechs – allerdings muss der Munchi’s Ford-Pilot noch um seine Position fürchten, denn Stobart Ford-Pilt Matthew Wilson liegt nur 18 Sekunden hinter ihm.

Mikko Hirvonen liegt seiner Aufgabe aufgrund der für jede Prüfung verrechneten fünf Minuten mit rund 15 Minuten Rückstand immer noch auf Rang acht - PWRC-Pilot Nasser Al-Attiyah belegt den neunten Gesamtrang und könnte bei einem Nichtantritt des Finnen sogar einen WM-Punkt in der großen Spielklasse gutschreiben lassen. Allerdings liegt Ogier rund eine halbe Minute hinter ihm – und der wird am Sonntag sicher wieder starten.

In der PWRC verfügt All-Attiyah über einen Vorsprung von fast 2,5 Minuten auf Ligato, Arai liegt als Dritter 6:51 Minuten zurück. In der JWRC sind nur noch zwei Bewerber im Rennen – Michal Kosciuszko führt 1:40 Minuten vor Aaron Burkart.

Am Sonntag sind zwar noch vier Prüfungen, aber nur noch rund 37 Wertungskilometer zu absolvieren – womit sich nur noch wenig ändern wird, Sßebastien Loeb fährt dem fünften Sieg in der fünften Rallye entgegen.



Stand nach Tag 2

 1.  Sebastien Loeb      Citroen   3:26:03.7
 2.  Dani Sordo          Citroen   +    58.6
 3.  Jari-Matti Latvala  Ford      +  1:40.1
 4.  Petter Solberg      Citroen   +  2:40.3
 5.  Henning Solberg     Ford      +  3:24.0
 6.  Federico Villagra   Ford      +  5:09.0
 7.  Matthew Wilson      Ford      +  5:27.0
 8.  Mikko Hirvonen      Ford      + 15:57.6
 9.  Nasser Al-Attiyah   Subaru    + 19:45.0
10.  Sebastien Ogier     Citroen   + 20:19.3

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