Rallye-ÖM: Schneebergland-Rallye | 28.07.2010

Raffael Sulzinger erneut schnell unterwegs

Der 24jährige Niederbayer fuhr zusammen mit seinem erfahrenen Co Peter Spannbauer erneut einen ungefährdeten Klassen- und Divisionssieg ein.

Bereits am Freitag konnte das mit österreichischer Lizenz startende Team Sulzinger/Spannbauer einen deutlichen Sprung nach vorne machen und belegte am Abend den sehr starken 17. Gesamtrang in mitten der Turbo-Allrad-Boliden und fuhr sogar eine 3. Zeit in der stark besetzten 2WD-Wertung der ÖRM.

„Die erste Prüfung habe ich etwas verschlafen, aber dann fand ich den richtigen Rhythmus und es lief echt super. Leider fuhr Manuel Bauer bereits nach der Besichtigung (zu grobe Strecken) wieder nach Hause und Harald Ruiner crashte bereits in Prüfung 2, somit musste ich mir neue Ziele setze,n um mich für die restliche Rallye zu motivieren“, berichtet Sulzinger.

In der Nacht wurden die Fahrzeuge auf Schotter umgebaut. Die Prüfung Haraseben wies durchaus "Türkei-Verhältnisse" auf, also sehr tief und von riesigen Gesteinsbrocken übersäht. Da Sulzinger kein Schotterfahrwerk besitzt, bedeutete dies eine Kompromisslösung zu finden.

„Leider war der Spielraum sehr begrenzt und unser Auto war immer noch zu tief für die besagte Prüfung, außerdem wurde durch das höher Schrauben der Federweg so verringert, dass der Fiesta ST bei Bodenwellen unfahrbar war. Die Prüfung ist zwar sehr schön, aber irgendwie passt es nicht, wenn man sich als kleineres privates Team wegen einer einzigen Sonderprüfung in der Saison extra ein Schotterfahrwerk für mehrere tausend Euro kaufen muss, um nicht den Unterboden samt Anbauteile des Fahrzeugs zu zerstören...“, zuckt Sulzinger mit den Achseln.

Auf den beiden anderen Strecken des Samstags war der Nachwuchsfahrer bestens aufgelegt und konnte trotz des schwierigen Fahrverhaltens noch zweimal in die Top-3, der mit Fahrzeugen der Super1600-, Kitcar-, R3- und R2- Kategorie besetzten 2WD-Wertung fahren.

Am Ende siegte er mit fast 9 Minuten Vorsprung in der Division 3 und in der Klasse N3. In der 2WD-Wertung reichte es, nach einem kleinen Fehler in der Auswertung, nur für Rang 6…

Die Führung in der ÖRM Division 3 konnte er damit auf fast uneinholbare 31 Punkte Vorsprung ausbauen. Der nächste Einsatz des Teams wird wohl die Niederbayern-Rallye Ende August sein.

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