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Rallye: Interview

"hola di valtfe"

Philipp Lietz meldete sich nach einer Rallyepause mit einem Sieg bei einer “200er-Rallye” in Deutschland zurück, motorline.cc bat ihn zum Inteview.

Michael Hintermayer
Fotos:Matthias Österreicher/Lietz

Nach einer mehrmonatigen Rallyepause griff Philipp Lietz wieder in das Volant eines Mitsubishi Evo des Race Rent Teams – und konnte gleich seinen ersten Gesamtsieg bei einer Rallye erzielen. Der Teamchef Wolfgang Schmollngruber rundete mit einem zweiten Platz bei der Baron-von-Aretin-Rallye den Überraschungssieg der beiden Österreicher ab.

motorline.cc bat den glücklichen Gewinner der Schotterrallye zum Interview, der auch einiges über seine Pause im Rallyesport und seine Zukunftspläne zu erzählen hatte.

Philipp, man hat lange nichts von dir gehört. Wie kam es zu so einem eindrucksvollen Comeback?
„Ich habe einige Monate mit dem Sport pausiert, da ich mir einen Traum anderer Art erfüllen wollte. Ich habe mir ein wenig die Welt angeschaut. Bei meiner Rückkehr hat es mich dann doch wieder gejuckt, mich wieder in ein Rallyeauto zu setzen. Es war eigentlich eine sehr spontane Aktion, wir wollten nur mal wieder Rallyefahren. Darum haben wir entschlossen bei dieser eher kleinen Rallye in Deutschland an den Start zu gehen. Es hat dann alles super funktioniert und am Ende konnten wir die Rallye gewinnen.“

Du sagst es war eine kleine Rallye, was aber noch lange nicht heißt, dass das Starterfeld nicht gut besetzt war, oder?
„Nein, keinesfalls. Es waren etliche starke Fahrer aus Deutschland und Tschechien mit durchaus schnellen Autos am Start. Leider schied der Favorit auf den Sieg, der Finne Jaako Keskinen früh aus, ich hätte mich gern länger mit ihm gematcht. So war der Weg frei für unseren ersten Gesamtsieg bei einer Rallye. Es war eine Rallye die zum deutschen Schottercup zählt, diese sind im allgemeinen sehr gut besucht. Eigentlich war es für uns nur ein Test, um sich wieder einmal einzufühlen, wie man so schön sagt.“

Du sagtest, du hast dir die Welt angeschaut, darf man mehr darüber erfahren?
„Na klar, ich habe mir einen langersehnten Traum erfüllt und bin mit dem Rucksack durch Amerika und Asien getrampt. Ich war drei Monate in Hawaii, habe Amerika, Hong Kong und Thailand bereist. Mal hier und mal dort gearbeitet, es hat wirklich Spaß gemacht. Es war zwar eine schwere Entscheidung für fünfeinhalb Monate fortzugehen, aber im Nachhinein bereue ich es sicher nicht.“

Wird man in Zukunft im Rallyesport wieder von dir hören?
„Ja, geplant sind in diesem Jahr zwei bis drei Rallyes in der Rallye-ÖM. Für nächstes Jahr habe ich auch schon einige Ideen, mal sehen, ob sich das Reglement in Österreich nächstes Jahr ändert. Ich möchte etwas machen, wo sich mein Grinser im Auto auf die Zuschauer überträgt, darum hoffe ich, dass die N-GT Klasse nächstes Jahr in Österreich erlaubt wird. Ich denke das braucht der Sport zur Zeit und die N-GT´s würden die österreichische Staatsmeisterschaft sicherlich bereichern. Genaueres kann ich aber noch nicht sagen, jedenfalls gibt es einige Sachen, die mir derzeit durch den Kopf gehen. Darum auch der Schriftzug „hola di valtfe“ am Auto. Eine Art Vorankündigung meines neuen Projekts, obwohl ich denke, dass keiner dies verstanden hat.“

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