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Zum Hybrid kommt der Plug-in-Hybrid

Das Topmodell von Honda wird größer und fächert sich weiter auf: Neben der Variante e:HEV wird künftig auch ein e:PHEV angeboten.

Mag. Severin Karl

Geht es um das Thema SUV, ist Honda mittlerweile breit aufgestellt: Über dem HR-V, dem kürzlich das elektrische Modell e:Ny1 beiseite gestellt wurde, rangiert seit Sommer der etwas größere, bisschen sportlichere ZR-V. Ganz an der Spitze findet sich der CR-V, von dem nun die sechste Generation eingeführt wird. Das geräumige Familien-SUV besticht nach wie vor durch einen großen Kofferraum, wobei wir durch den Split in Hybrid (e:HEV) und Plug-in-Hybrid (e:PHEV) schon von Kofferräumen sprechen müssen.

Wer bietet mehr?

Kurzes Ratespiel: Bei welchem Modell wird das Gepäckabteil größer sein? Beim e:HEV, der in klassischer Hybrid-Manier lediglich eine kleine Batterie mit sich trägt, oder beim e:PHEV, der mit seiner großen 17,7-kWh-Batterie bis 81 Kilometer E-Reichweite nach WLTP bietet? Es ist der Plug-in, denn der Stromspeicher wurde unter den Sitzen verstaut, womit 647 bis 1.728 Liter Volumen frei bleiben. Beim Hybridmodell fand die Batterie unter dem Kofferraumabteil Platz, nachdem auch eine Allradversion realisiert wurde. So gibt es nur ein kleines Unterflurfach und 587 bis 1.651 Liter Kofferraumvolumen.
Ein kurzer Blick in den Fond, wo die Rücklehnen der Sitze nun weit mehr Verstellmöglichkeiten bieten: Auf dem Weg in den Familienurlaub findet der Nachwuchs nun eine entspanntere Schlafposition. Mit der richtig großen Beinfreiheit sitzen auch Erwachsene gerne hinten und genießen die teilelektrische Fahrt. Je nach Situation können die Rücksitze auch verschoben werden, 190 Millimeter wandern sie dann nach vorn.

Bleiben wir im Innenraum und kommen zum Cockpit, das sich sehr am Civic orientiert, etwa die neuartigen Lüftungsdüsen und die sich durchziehende Gitterblende für den sportlichen Touch aufweist. Für Fahrer und Beifahrer gibt es ausreichend Ablagen, eine starke, kabellose Lademöglichkeit für das Smartphone – erstmals mit Kühlung gegen überhitzte Geräte – und ein aktualisiertes Infotainment-System mit neuen Konnektivitätsoptionen. Das Navi kennt bei eingegebenen Zielen die Topografie, kann so bei der optimalen Energierückgewinnung unterstützen. Erstmals zum Einsatz kommt ein Head-up-Display, es kann neben dem Tacho auch Infos zur Fahrassistenz und zur Navigation abbilden.

Anhängelast steigt durch eigenen Modus

Ein Glück, dass der neue CR-V nur 10 Millimeter breiter als der Vorgänger ist, in der Länge legte er um 80 Millimeter zu. Das Topmodell von Honda bleib also übersichtlich, misst nun 4,70 Meter bei 2,7 Meter Radstand. Damit wird ein angenehmes Fahrgefühl erreicht, sowohl beim Reisen als auch beim Einparken. Im e:PHEV kommt sogar ein adaptives Dämpfersystem zum Einsatz. Wie schon erwähnt: Wer Allrad unbedingt benötigt, setzt auf den e:HEV, der optional über ein weiterentwickeltes System verfügt. Im Gegensatz zu früher bleibt es nun auch bei höheren Geschwindigkeiten aktiv, die Hinterachse bietet nun unter allen Bedingungen mehr Grip.
Bei Beschleunigung und Topspeed weichen die Varianten nicht groß voneinander ab. 9 Sekunden auf 100 km/h und 194 km/h sind es beim e:HEV (9,5 und 187 beim e:HEV AWD), der e:PHEV schafft den Sprint in 9,4 Sekunden und rennt 195 km/h. Mit den Fahrmodi Normal, Sport und Econ kann man nicht zuletzt das Ansprechverhalten individualisieren, beim Plug-in kommen EV-Modi hinzu. Auto regelt automatisch, inwieweit Strom oder Benzin für den Antrieb sorgen, EV setzt auf reines E-Fahren, Save spart den Ladestand der Batterie etwa für die nächste Stadtdurchfahrt auf und Charge lädt die Batterie aktiv. Snow hilft zudem, dass die Räder nicht gleich durchdrehen, wenn auf rutschigem Untergrund angefahren wird. Mit einem neuen Anhängermodus („Tow) samt Überbrückungskupplung mit niedriger Übersetzung steigt zudem die Anhängelast auf 1.500 Kilogramm beim e:PHEV. Beim e:HEV sind es 750 Kilogramm.

Verbrauch und Preise

Sehr löblich: Honda denkt auch an jene, die nicht regelmäßig zum Aufladen kommen (bzw. ganz darauf verzichten, was bei einem PHEV natürlich schade ist), und gibt den Verbrauch ohne Ladung an. 6,2 Liter Benzin verbraucht der e:PHEV, wenn die Kabel ungenutzt bleiben, beim e:HEV, so oder so ein geschlossenes System ohne externe Auflademöglichkeit, sind es 5,9 Liter. Apropos laden: 6,8 kW (AC) sind das Maximum, mit dem der e:PHEV Strom saugt, in 2,5 Stunden ist die Batterie dann von 0 auf 100 Prozent geladen.

In Österreich ist der CR-V ab sofort bestellbar, je nach Modellvariante kommen die Autos zu den Händlern, der e:PHEV wohl etwas früher als der e:HEV. Die Preise starten bei 51.990 Euro für den e:HEV 2WD und 55.490 Euro für den e:HEV 4WD, der e:PEHV (immer 2WD) beginnt bei 60.990 Euro.

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