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Turbulenter Auftakt

Der Saisonauftakt verlief für das Rallye Team Kramer turbulent, binnen einer Woche erlebte man alle Höhen und Tiefen, die der Rallyesport zu bieten hat.

Beim Staatsmeisterschaftslauf im Lavanttal legte das Duo Kramer/Rausch mit der siebenten Gesamtzeit gleich ordentlich los und war mitten im Spitzenfeld zu finden.

Dementsprechend motiviert wurde die zweite Sonderprüfung in Angriff genommen, auf der dann folgendes passierte: „Im Theklagraben war ich in einer Kurve etwas zu schnell dran, und hab bald gesehen, dass sich das nicht mehr ausgeht…“, so Alfred Kramer im O-Ton. Der mit Bioethanol E85 betriebene Mitsubishi Lancer Evo 6,5 überschlug sich, Fahrer und Beifahrer entstiegen dem Auto zum Glück unverletzt. Kaum war der erste Schock verdaut, kam es dann noch dicker – ein weiterer Teilnehmer kam an exakt der gleichen Stelle von der Strecke ab und erwischte den gestrandeten Mitsubishi von Alfred Kramer!

Tags darauf wurde bei der Bestandsaufnahme des stark beschädigten Autos sofort klar, dass ein riesiger Berg an Arbeit auf die Mechaniker des Rallye Team Kramer wartete. Die größte Herausforderung war allerdings der Kampf gegen die Zeit, denn nur fünf Tage später stand der Auftakt zur Austrian Rallye Challenge im Triestingtal auf dem Programm!

Also wurden alle Kräfte mobilisiert und Kontakte aktiviert, um das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen. In Italien wurde man mit Hilfe von Lino Acco fündig und erstand eine Karosserie - so konnte der Neuaufbau beginnen. Der Vorderbau wurde teilweise von der bestehenden Karosserie übernommen, der Motor und die Technik stammen aus dem bisher eingesetzten Lancer Evo 6,5. In den Tagen bis zum 15.April galt es, ein Mammutprogramm zu stemmen: Der Motor musste in die neue Karosserie eingebaut, sämtliche Kabel und Anschlüsse am Armaturenbrett angepasst und viele andere Details modifiziert werden.

Dank zahlreicher Nachtschichten, in denen das Licht in Kramers Garage praktisch nie ausging, war es dann vollbracht und der Mitsubishi war bereit für die Rallye. „Ich möchte mich herzlichst bei allen bedanken, die in diesen Tagen und Nächten, am Auto geschraubt, verkabelt und uns unterstützt haben – in nur fünf Tagen einen solchen Kraftakt zu bewältigen ist eigentlich unfassbar!“, bedankt sich Alfred Kramer bei allen Helfern für das exzellente Teamwork und den starken Zusammenhalt seiner Mannschaft.

Das Rallye Team Kramer hat diesmal nicht von 0 auf 100, sondern vielmehr von Null gleich auf 200 beschleunigt, um ein beliebtes Sprichwort aus dem Motorsport zu verwenden.

Im Triestingtal gab es dann gleich die nächste Sensation: Bestzeit für Ing. Alfred Kramer, diesmal mit Siegmund Sappl als Co, auf den ersten 3 Sonderprüfungen! Die Schlagzeile zum Challenge-Auftakt kann nur lauten: „Kramer – von der Nachtschicht zur Bestzeit!“

Leider spielte auf SP4 dann die Technik nicht mehr mit, dennoch überwog Zufriedenheit über die erbrachten Leistungen. Kramer und sein Team haben fantastisches geleistet und in enorm kurzer Zeit ein absolut konkurrenzfähiges Auto aufgebaut. Drei Sonderprüfungsbestzeiten beweisen, dass auch die fahrerische Leistung nach wie vor top ist. Grund genug optimistisch mit den Vorbereitungen für die Heimrallye vom 17.-18.Juni in Sankt Veit zu beginnen, die Kramer bereits 2008 und 2010 gewinnen konnte. Zielsetzung für die diesjährige Ausgabe: Natürlich der Gesamtsieg

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