T-Mobile Rallye-ÖM | 12.11.2002
Nullnummer
Eine tadellose Vorstellung am ersten, viel Pech am zweiten Tag. Das ist das Kurz-Resümee von Wolfgang Werner/Wolfgang Hieß nach der diesjährigen Waldviertelrallye.
Nachdem man in den ersten drei Freitag-SP’s bereits 22 Sekunden hinter Weinelt zurücklag, setzte das Team Werner auf Regenreifen anstatt Intermediates, was sich als die richtige Wahl herausstellte.
Mit traumhaften SP-Bestzeiten "flog" der Swift problemlos über die restlichen 6 SP’s des ersten Tages, bis ins Ziel konnte der Vorsprung auf Weinelt auf 13 Sekunden und auf Pfeiffer bereits auf 2.08 Minuten ausgebaut werden.
Am regnerischen Samstagmorgen "pokerte" Wolfgang Werner etwas zu hoch. Mit Regenreifen auf der SP Hollenbach konnte noch die 2. SP Zeit hinter Weinelt herausgefahren werden, der knappe Vorsprung vom Freitag war aber bereits in einen 5 Sekunden Rückstand verwandelt worden. Eine zeitgleiche SP Lichtenberg ließ Hoffnung für die SP Grafenschlag aufkommen, da dort das Regenrad gegenüber dem, von Weinelt verwendeten Schotterrad eigentlich schneller hätte sein müssen...
Genau auf dieser SP rutschte der Swift in einer "rechts 3-" von der Strecke und touchierte 3 Bäume. Leider verlor man durch diesen Ausrutscher außer der vorderen Stoßstange auch noch 6 min da das Auto auf der Bodenplatte aufsaß und keine Leute da waren, welche das Auto wieder schnell flott machen konnten.
Im Service wurden die "Kampfspuren" wieder beseitigt, die Zeit reichte aber nicht aus, für die folgenden 3 SP Schotterreifen zu montieren, um wenigstens den 3. Platz auf der sicheren Seite ins Ziel zu retten.
"Vorm Start der SP Hollenbach sagte ich noch zu meinem CO, wir riskieren absolut nichts mehr, eine Zielankunft bei diesen schwierigen Bedingungen ist mir lieber als dass wir noch mal abfliegen" doch leider war das Glück noch immer langsamer unterwegs als wir es waren. Neuerlich in einer "links 3- slip" rutschten wir im Zeitlupentempo in einen Graben. Das Auto war zwar unbeschädigt, saß aber dermaßen fest auf der Bodenplatte auf, dass es unmöglich war, es wieder flott zu bekommen.
"Leider gehört Ausfallen genauso zum Motorsport wie gewinnen. Ich hätte meinen Co liebend gern seine erste Zielankunft bei unserer Heimrallye geschenkt (es war bereits sein 3. Ausfall auf dieser Rallye), aber es hat nicht sein wollen. Im nächsten Jahr werden wir aber sicherlich wieder topmotiviert antreten um endlich auch im Waldviertel das Ziel zu sehen"
Die nächsten Wochen über wird das Auto generalüberholt, die leichten Lackschäden ausgebessert um bei unserem nächstjährigen Saisonstart, der OMV-Burgenland-Rallye im März wieder siegfähig zu sein.
Informationen für mögliche Sponsoren für die nächste Saison gibt es auf der Team-Homepage www.beas.at/rtw.






