T-Mobile Rallye-ÖM | 11.11.2002
Versöhnliches Finale
Martin Zellhofer darf sich über den Vizetitel in der Gruppe N freuen, während Gottfried Kogler mit Technik-Troubles kämpfte, schied Adi Ramoser vorzeitig aus.
Die letzte Rallye in diesem Jahr wurde zum Prüfstein für das junge Rennteam um Gottfried Kogler.
Für Martin Zellhofer aus Amstetten galt es den Vizestaatsmeistertitel in der Gr. N einzufahren und dies war kein leichtes Unterfangen. Musste er doch unbedingt unmittelbar vor oder hinter seinem schärfsten Konkurrenten Beppo HARRACH ins Ziel kommen, um den 2. Platz in der T-Mobile Staatsmeisterschaft einzufahren.
Anfangs sah es aus als würde das nicht gelingen. Eine falsche Reifenwahl ließ den Amstettner Autohändler auf Platz 5 zurückfallen und die extrem schwierigen Witterungsverhältnisse (stellenweise fuhr man über 30 cm tiefe Schlammfelder) erschwerten die Aufholjagd.
Am zweiten Rallyetag verhalf jedoch Kris Rosenberger dem Dark-Dog Fahrer zum schließlichen Gewinn des Vizetitels. Nachdem Kris auf seinem Lancia ausgefallen war, stellte er kurzerhand seine Spezialreifen für derartige Bedingungen zur Verfügung und Zellhofer fuhr Bestzeit um Bestzeit.
Auf der letzten Sonderprüfung konnte er noch den diesjährigen Staatsmeister Herman Gassner ( Deutschland ) überholen und konnte hinter Beppo HARRACH den zweiten Platz in der Gr. N Wertung erreichen. Dies reichte für den Vizetitel.
Teamchef Gottfried KOGLER wiederum feierte in der Königsklasse sein Debüt. Er hatte sich einen reinrassigen Gr. A Mitsubishi Evo VI gekauft und nahm die Waldviertler Rallye zum Anlass, das Auto kennen zu lernen.
Leider musste er am ersten Tag mehrere Tiefschläge hinnehmen, da ihm bei strömenden Regen der Scheibenwischer ausfiel und er so über 3 Sonderprüfungen „drüberrollte“.
Dann brach auch noch die Zylinderkopfdichtung und der Melker hatte mit gedrosselter Motorkraft mitkämpfen um den Motor nicht zu überhitzen. Schließlich erreichte er doch noch den beachtlichen 8 Platz in der Königsklasse der Gruppe A hinter 5 WRCs (Worldrallyecars).
Der St. Pöltner Polizist war somit äußerst zufrieden und hofft im nächsten Jahr um Spitzenplätze mitkämpfen zu können.
Dem Dritten im Bunde des Energiedrink-Teams, Adi RAMOSER, blieb das diesjährige Pech an den Fersen, so musste er dieses Mal wegen eines technischen Problems am Differential aufgeben.
Aufregung gab es im Team auch noch kurz vor dem Start zum zweiten Rallyetag. Ein findiger Kommissär fand heraus, dass die Startnummern an den Dark-Dog Rallyefahrzeugen nicht der Norm entsprechen und so wollte man ein Startverbot erzwingen.
Dies gelang jedoch nicht und nachdem der Teamchef € 750.— Strafgeld an den Veranstalter bezahlt hatte, durfte die Mannschaft weiterfahren.






