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Bonjour Avantgarde

Mit dem C4 besinnt sich Citroen auf alte Stärken wie eigenständiges Design und nette Detail-Ideen, zum Start gibt’s Aktionspreise.

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  • Hier finden Sie zahlreiche Fotos des Citroen C4!

    Die Erneuerung der Marke Citroen begann von unten. Nachdem die Franzosen über Jahre nur Magerkost á la Saxo und Xsara zu bieten hatten, markierten der City-Sportler C2 und der Stadtfloh C3 bereits eine Wende zurück zu alter Pfiffigkeit. Mit dem in der unteren Mittelklasse gegen Golf, Astra und Focus antretenden C4 besinnt sich die Marke jetzt endgültig auf alte Stärken.

    Das als Zwei- und Viertürer erhältliche Kompaktmodell verbindet erstmals ein eigenständiges Design und nette Detail-Ideen mit hohem Sicherheitsniveau und solider Verarbeitung. Der C4 kommt Ende November nach Österreich und wird bei seiner Einführung mit einer Art „Frühbucherrabatt“ der zwischen 850,- und 2.460,- Euro beträgt, angeboten. So kostet der C4 Coupé als Basismodell mit 1,4-Liter-Benzinmotor (65 kW/88 PS) vergleichsweise günstige 14.650,- Euro. Das Benzin-Topmodell, der 177 PS starke 2.0 16V VTS kostet, den „Rabatt“ abgezogen 23.390,- Euro.

    Der Dieselspaß beginnt bei 16.790,- Euro für das 1.6 HDi Coupé mit 90 PS, die oberste Grenze ist bei 23.890,- Euro für den fünftürigen 2.0 HDi Exclusive mit 136 PS und FAP-Partikelfilter erreicht.

    Der Citroen C4 schöpft bei Antriebs- und Fahrwerkstechnik sowie einigen Komponenten der Karosseriestruktur aus den Regalen des PSA-Mutterkonzerns: Rund 61 Prozent der Fahrzeugteile sind mit denen im Peugeot 307 identisch. So sind zum Beispiel die Motoren - zu Anfang vier Benziner (88, 109, 140 und 177 PS) und drei Diesel (90, 109 und 136 PS)- allesamt gute Bekannte.

    Sowohl beim Außen- wie beim Innendesign erinnert beim C4 allerdings so gut wie nichts an das bereits seit einigen Jahren erfolgreiche Schwestermodell 307 von Peugeot. Zwei- wie Viertürer überzeugen durch ihre klar gezeichneten Gesichter mit dem verchromten Doppelwinkel, der sich fast über die gesamte Breite zwischen den Scheinwerfern zieht. Erst in der Seitenansicht werden die Unterschiede zwischen den beiden Karosserievarianten deutlich: Das zweitürige Coupé wirkt mit seinem steil abfallenden Heck deutlich kantiger, während der hintere Abschluss bei der viertürigen Limousine runder und harmonischer verläuft. In der stärksten Version mit 130 kW/177 PS ziert das Coupé allerdings ein nicht eben dezenter Heckspoiler.

    Noch mehr als beim Außendesign hinterlässt Citroen im Innenraum einen markentypischen Eindruck. Herausragendes Beispiel ist das neue Lenkrad mit feststehender Nabe. Hierbei greift ein mit dem Lenkrad verbundener Zahnkranz in das innere Ritzel ein, welches wiederum mit der Lenksäule verbunden ist. Da sich die Nabe nicht mit dreht, findet der Fahrer die dort untergebrachten Komfortfunktionen wie für den Tempomaten, das Radio oder das Multifunktionsdisplay unabhängig vom Einschlag immer an der gleichen Stelle wieder. Zudem konnte der Fahrerairbag besser positioniert werden und deckt einen vergleichsweise größeren Bereich ab. Die Angaben zur Geschwindigkeit und andere Informationen finden sich in einem zentral angeordneten Display vor der Windschutzscheibe wieder, das in seiner Form allerdings an ein Radio aus den 70er Jahren erinnert. Ein weiteres Citroen typisches Gimmick im C4 ist der Innenraum-Parfümspender. Dabei wird der gewünschte Duft über einen am mittleren Luftaustritt angebrachten kleinen Spender abgegeben.

    Erfreulich konsequent zeigen sich die Franzosen diesmal beim Thema Sicherheit. Sechs Airbags, ABS und ESP, Bremsassistent und Isofix-Kindersitzhalterungen, pyrotechnische Gurtstraffer und ein Reifendrucksensor gehören bei jedem C4 zur Basisausstattung. Clou ist der AFIL genannte Infrarot-Spurassistent, der erst kürzlich im C5 vorgestellt wurde. Er warnt den Fahrer über ein Rütteln im Sitz bei einer ungewollten Abweichung von der Fahrspur.

    So wie viele andere Extras auch ist „AFIL“ in einem der zahlreichen Extra-Pakete enthalten, was die Aufpreis-Politik leider etwas schwer durchschaubar werden lässt, zudem schließen sich manche Optionen untereinander aus.

    Trotzdem: Der C4 ist unter dem Strich eines der modernsten und günstigsten europäischen Kompaktautos geworden; mit einer durchaus annehmbaren Ausstattung sogar in der Basisversion. Die Schwächen offenbaren sich eher im Detail. So wirkt das Multifunktionslenkrad unübersichtlich und überladen, könnte die Lenkung noch etwas direkter sein, und bei schnellerer Fahrt stören seitliche Windgeräusche.

    Dennoch hat Citroen eine prima Mixtur aus Großserien-Produktion und Marken-Charme gefunden. Er lässt sogar ein wenig von einstigen Citroen-Stärke als Vorreiter und Trendsetter erahnen: Bonjour C4 - bonjour Avantgarde.

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