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Zwei Alternativen in einer

Öko-SUV: der Prototyp eines Elektroautos, das seinen Strom aus der Steckdose oder über eine bordeigene Brennstoffzelle tanken kann.

mid/hh

Mit dieser bisher einmaligen Kombination sticht der Edge HySeries aus der mittlerweile stark gewachsenen Zahl der Wasserstoff-Forschungsfahrzeuge heraus. Zu kaufen ist er aber erst in etlichen Jahren - wenn überhaupt.

Dabei funktioniert der emissionsfreie Allradler schon fast problemlos im Alltag und fährt sich dazu trotz fehlender Feinabstimmung vorzüglich. Nach dem Drehen des Zündschlüssels herrscht - wie in Elektroautos üblich - vom Motor her vollkommene Stille.

Nur die Leuchten neben dem Tacho zeigen an, dass die beiden 65 kW/88 PS starken Elektrotriebwerke startklar sind. Eines der Schuhschachtel-großen Aggregate treibt die Vorderachse an, das andere die Hinterachse.

Vorteile...

Gemeinsam bringen sie es auf 129 kW/176 PS Leistung. Viel mehr Einfluss auf das Fahrgefühl hat aber das Drehmoment von insgesamt 460 Nm.

Die Beschleunigungskraft ist vom ersten Zentimeter Fahrtweg da und drückt den schweren Fünftürer vehement nach vorn. Bei 140 km/h Spitze ist derzeit aber Schluss.

Die Brennstoffzelle im seitlichen Fahrzeugunterboden ist währenddessen unbeschäftigt. Anders als bei vielen anderen Wasserstoffautos sorgt sie nicht direkt für die Stromversorgung des Elektromotors, sondern dient nur als Reichweitenverlängerung.

...mehr Vorteile...

Erst bei niedrigem Ladestand der Lithium-Ionen-Traktionsbatterie sorgt sie für Energie-Nachschub, indem sie durch die Reaktion von Wasserstoff und Luftsauerstoff Strom gewinnt. Als einziges Nebenprodukt fällt dabei Wasser an.

Mit dem kleinen Kraftwerk an Bord muss der Edge nicht bereits nach 40 Kilometern zum vierstündigen Ladevorgang an die Steckdose, sondern kommt mit seinem 4,5-Kilo-Wasserstofftank zusätzliche 320 Kilometer weit.

Durch den reinen Generator-Einsatz kann die Brennstoffzelle kleiner und damit preisgünstiger ausfallen als bei Fahrzeugen, wo sie auch Antriebsarbeit verrichten muss.

...und der Nachteil

Trotzdem summieren sich die Kosten der im Prototypen eingesetzten Technik unterm Strich zu mehr als einer Million Euro - für den Privatkunden vielleicht etwas viel. Und die Preissituation wird sich mittelfristig auch nicht ändern.

Zur Minderung der Herstellungskosten bräuchte es vor allem größere Stückzahlen. Dem steht aber die immer noch fehlende Wasserstoff-Infrastruktur entgegen; es gibt nur eine Hand voll Tankstellen, und die auch nur aus Imagegründen, denn Profit werfen sie nicht ab.

Unklar ist auch, wo der benötigte Wasserstoff herkommen soll, denn seine industrielle Produktion benötigt viel Strom. Der Ford Edge hat aber einen Joker in der Hinterhand.

Denn statt einer Brennstoffzelle könnte auch ein konventioneller Verbrennungsmotor als Generator zum Aufladen der Batterie verwendet werden. Derartige serielle Hybridautos haben verschiedene Hersteller schon für die kommenden zwei, drei Jahre angekündigt. Ford hält sich in dieser Frage noch bedeckt, die nötige Technik ist jedoch vorhanden.

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