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30. Motorensymposium Wien

Elektrische Zukunft - aber noch nicht ganz

Der klassische Verbrennungsmotor hat noch lange nicht ausgedient, aber die Elektrifizierung des Antriebs ist der Trend der Zeit.

Fotos: Doris Kucera

Sie reicht von der einfachen Start-Stop-Automatik über Micro-, Mild-, Teil- und Vollhybrid bis hin zu der neuen Generation von Plug-in-Hybriden, die an der Steckdose aufgeladen werden und streckenweise rein elektrisch fahren können.

Diese Schlussfolgerung zieht Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), nach Abschluss des zweitägigen 30. Internationalen Wiener Motorensymposiums in der Wiener Hofburg.

An dem weltweit bedeutendsten Kongress von Motorenexperten haben Donnerstag und Freitag in der Wiener Hofburg 1000 Motorentechniker sowie Spitzenmanager der Autoindustrie teilgenommen und neueste Erkenntnisse aus der Motorenforschung diskutiert.

Ungerechte Kritik am Auto

Prof. Lenz, Begründer und Organisator des Symposiums, in seinem Resümee der Tagung: das Automobil steht völlig zu Unrecht im Kreuzfeuer der Kritik.

Es gibt wohl kein Gebiet der Technik, auf dem so große Fortschritte - besonders im Hinblick auf Umweltschutz – gemacht wurden und werden, wie beim Automobil und beim Verbrennungsmotor.

Der Weg zum Elektroauto geht über Fahrzeuge mit 'Range Extender', das sind kleine zusätzliche Verbrennungsmotoren, die an Bord Strom erzeugen, wenn die in den Batterien gespeicherte Energie zur Neige geht.

Trotz aller Diskussionen um Alternativantriebe dürfen wir den herkömmlichen Verbrennungskraftmotor noch lange nicht abschreiben.

Der Verbrennungsmotor lebt

Denn ohne diese bewährte Form der Antriebsquelle wird es auch in den kommenden Jahrzehnten nicht gehen. Es steht laut Prof. Lenz außer Zweifel, dass Otto- und Dieselmotoren nach wie vor Zukunft haben und eine größere Verbreitung von alternativen Fahrzeugen wie Elektroauto und Hybrid überhaupt erst ermöglichen.

Aber die Hybridtechnologie bringt nicht das Ende der konventionellen Verbrennungsmotoren, sondern verlängert deren Existenz durch die Reduktion des Verbrauchs von fossilen Kraftstoffen. Große Anstrengungen werden zur weiteren Verbesserung von Verbrennungsmotoren unternommen, die Schlagworte lauten Downsizing, Direkteinspritzung, Turbo.

Kleine aufgeladene Motoren sind die Hauptrichtung, in die alle Hersteller gehen. Damit sind erhebliche technische Änderungen, aber auch wesentliche Vorteile bei Verbrauch und Emissionen verbunden.

Eine detaillierte Nachlese (pdf) zum 29. Motorensymposium in der Wiener Hofburg finden Sie hier!

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