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Weltpremiere: der neue Jaguar XJ

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In bester Tradition aber ganz anders: Jaguars neuer Player in der Oberklasse mit Alu-Karosserie, bis zu 510 PS oder echter Sparsamkeit.

mid/vos; jg

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Wie sich der neue XJ fährt? - Bis jetzt wurde noch kein Journalist hinter das Steuer des Flaggschiffs der Jaguar Cars, Limited gelassen.

Der Leiter des Testcenters von Jaguar am Nürburgring, Paul Wijgaerts, verspricht aber, dass "sich der neue XJ so sportlich fährt wie kein zweites Auto in seiner Klasse", selbstredend ohne den für einen noblen Briten so wichtigen Komfort vermissen zu lassen.

Er muss es in Anbetracht der ausgedehnten Testphase auch wissen!

Die neuen Eigentümer trauen sich was: das jüngste Flaggschiff der britischen Marke in indischem Eigentum ist ein Schock für alle Traditionalisten. Die Neuauflage des Klassikers ist nicht wie seine Vorgänger der x-te Aufguss bekannter Designelemente, sondern ein Befreiungsschlag.

Die Raubkatze ist wieder auf dem Sprung, geschwungene Scheinwerfer blinzeln angriffslustig, das Dach spannt sich coupéhaft hinter der langen Motorhaube zum Heck. Trotz aller Moderne zitieren zahlreiche muskulöse Linien die Formen des Klassikers Mk. II und – gottseidank – auch des ersten XJ von 1968.

Besonders stolz ist Jaguars Chefdesigner Ian Callum auf das Heck des neuen XJ. Flankiert wird es von zwei vertikal angeordneten Heckleuchten. Nachts leuchten sie mit drei LED-Strichen - Jaguar beabsichtigt Assoziationen zu einer Raubtierpranke.

Leichter Luxus

Der neue XJ ist wie sein Vorgänger komplett aus Aluminium gefertigt, das Einstiegsmodell mit Sechszylinder-Dieselmotor wiegt nur 1.796 Kilo. Zum Vergleich: ein Mercedes der S-Klasse ist satte 150 Kilogramm schwerer.

Um diese Leichtigkeit auch optisch zu unterstreichen, bestehen die vorderen drei Viertel des Daches aus getöntem Glas – dies übrigens serienmäßig: "Das macht das Auto optisch flacher", sagt Callum. Dabei ist der große Jaguar nur 1,5 Zentimeter niedriger als sein Vorgänger.

Das merkt man auch am weiterhin komfortablen Einstieg in den gut fünf Meter langen Viertürer - da sind sie noch, die guten alten Zeiten! Bei der Gestaltung des Innenraums sind sie aber definitiv vorbei.

Virtuos virtuell

Der moderne Jaguar-Fahrer blickt statt auf die gewohnten Analoganzeigen auf ein 12,3 Zoll großes Display. Es stellt drei klassische Rundinstrumente das, blendet aber bei Bedarf auch andere Informationen ein.

In der Mittelkonsole finden sich eine hochwertig aussehende Analoguhr aus gedrehtem Metall und ein weiterer Monitor mit Touchscreen. Ein Clou: Wie schon bei der S-Klasse können sich Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Dinge auf einem einzigen Monitor anzeigen lassen, das nennt sich "Dual View".

Das Platzangebot im Innenraum entspricht dem des Vorgängers, wobei es auch den Neuen mit zwei unterschiedlichen Radständen gibt. Die Langversion bietet 125 Millimeter zusätzliche Beinfreiheit im Fond.

Sparen in der Oberklasse

Die Motorenpalette bietet keine Überraschungen, alle Triebwerke sind bereits aus dem XF bekannt: Der Diesel mit 202 kW/275 PS verspricht satten Durchzug bei niedrigem Verbrauch. Immerhin sind die für den XJ versprochenen Verbrauchswerte ein Rekord in der Luxusklasse.

Dank leichter Aluminiumkarosserie verbraucht der XJ mit seinem 202 kW/275 PS starken Dieselmotor nach Herstellerangaben nur siebe Liter auf 100 Kilometern.

Darüber hinaus gibt es einen Achtzylinderbenziner als Saugmotor mit 283 kW/385 PS sowie in einer per Kompressor aufgeladenen Version mit 375 kW/510 PS. Der Verbrauch soll laut Werk bei 11,4 Litern beziehungsweise 12,1 Liter je 100 Kilometer liegen.

Seine Publikumspremiere feiert das Modell auf der deutschen IAA im September. Die Österreich-Preise stehen bereits fest:

Jaguar XJ 3,0 V6 D Luxury ab 85.900,- Euro
Jaguar XJ 5,0 V8 Premium Luxury ab 115.900,- Euro
Jaguar XJ 5,0 V8 S/C Supersport ab 160.500,- Euro

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