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OBD-Scanner: Autos wieder selbst reparieren

Scan it yourself

Moderne Auto sind zu kompliziert, um sie selbst zu reparieren? Dank OBD-Scannern können Hobbyschrauber Probleme wieder allein lösen.

Foto: autoaid

Je moderner ein Auto ist, desto komplizierter lässt es sich in Eigenregie reparieren: Vor allem der Elektronik ist von Außen oft einfach nicht anzusehen, ob sie defekt ist. Doch dank webbasierter Reparaturlösungen können auch Hobbyschrauber viele der versteckten Probleme selbst in Angriff nehmen.

Fehler sind immer seltener sichtbar

Bei älteren Fahrzeugen genügt in vielen Fällen ein kritischer Blick unter die Motorhaube, um den Fehler zu erkennen. Hier können sogar Laien relativ einfach zahlreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst erledigen. Doch je neuer ein Auto ist, desto komplizierter ist in der Regel auch die darin verbaute Technik. Moderne Fahrzeuge besitzen so zum Beispiel ein komplexes elektronisches Innenleben, das die Daten der unterschiedlichsten Sensoren auswertet und nahezu alle Prozesse steuert. Teils sind mehr als zwanzig unterschiedliche Steuergeräte verbaut, die sich um die reibungslose Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten kümmern — der Laie hat hier kaum noch eine Chance, mögliche Fehler selbst aufzuspüren.

Da das auch für erfahrene Mechatroniker ganz ohne Hilfsmittel manchmal zur Herausforderung werden kann, wird schon seit Jahren in die Mehrheit der Fahrzeuge ein elektronischer Fehlerspeicher eingebaut. Dieser registriert und speichert im Idealfall alle Fehler, die während der Fahrt auftreten. Beim nächsten Besuch in der Werkstatt kann er dann vom Experten über eine spezielle Schnittstelle ausgelesen werden. So weiß der Fachmann zum Beispiel sofort, dass eine bestimmte Sonde defekt ist, und erspart sich die zeitaufwändige Diagnose.

Diagnosegeräte inklusive Reparaturhinweisen für den Einsatz zu Hause

Wer etwas handwerkliches Geschick besitzt, kann sich dieses System zu Nutze machen. Natürlich sind die Diagnosegeräte, die vom Profi in der Werkstatt verwendet werden, nicht für zu Hause gedacht. Sie sind teuer und oft sogar auf bestimmte Marken spezialisiert - und geben in der Regel nur den Fehlercode aus, den das Fahrzeug hinterlegt hat. In der KFZ-Werkstatt ist das kein Problem: Der Mechatroniker schlägt den Code einfach in den Listen den jeweiligen Herstellers nach und weiß, womit er es zu tun hat. Dem Laien fehlt eine solche Übersicht normalerweise, weshalb hier nur OBD-Scanner in Frage kommen, die alle gefundenen Fehlercodes in Klartext übersetzen können.

Der Markt hat einige solcher Geräte zu bieten. Besonders praktisch sind Modelle, die einen Fehler nicht nur benennen können, sondern im Zusammenspiel mit externer Software auch weitere Hinweise und fachmännische Reparaturvorschläge zu dem jeweiligen Problem anbieten. Gute Rundum-Systeme sind mit allen gängigen Fahrzeugmarken und -modellen kompatibel. Somit können sie sehr vielseitig verwendet werden und zum Beispiel auch von Freunden und Familie mitgenutzt werden - egal, wer welches Auto fährt.

Hat der OBD-Scanner ein Problem erkannt, sollte eine gute Reparaturlösung im Idealfall außerdem beschreiben, welche Ersatzteile und Spezialwerkzeuge man zur Hand haben sollte, bevor es losgehen kann. Nach getaner Arbeit kann man mit vielen Systemen anschließend noch den Fehlerspeicher bereinigen und so verhindern, dass längst überholte Meldungen Verwirrung stiften.

Wer sich an die Reparatur nach Anleitung wagt, kann so unterm Strich viel Geld sparen. Und sollte sich herausstellen, dass man das Problem nicht selbst beheben kann oder will, weiß man immerhin schon vor dem Werkstattbesuch, mit welchem Aufwand man in etwa rechnen muss.

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