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Diesel-Skandal: Durchsuchungen bei FCA

Wackelt jetzt der STELLANTIS/FCA-PSA-Merger?

Ermittler aus Deutschland, Italien und der Schweiz haben im Rahmen internationaler Betrugsuntersuchungen die Büros von Fiat Chrysler und CNH Industrial durchsucht.

Johannes Posch

Die Untersuchung zielt auf potentiell illegale Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung ab, die in den Motoren von Fiat Chrysler (FCA), bzw. explizit von Fiat, Alfa Romeo und Jeep sowie in den Iveco-Lastwagen von CNH Industrial verwendet worden sein soll. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft wurde in ihrer Aussendung sogar noch etwas genauer: Es gehe um die in diversen Fiat-, Alfa- und Jeep-Modellen verwendeten 1,3-Liter-Multijet- und 1,6-Liter-Multijet-Motoren sowie kommerzielle Dieselmotoren, die in Nutzfahrzeugen von Iveco und Fiat eingesetzt werden.

Diese Motoren sollen zwar in Laborumgebungen während der Tests die Grenzwerte eingehalten haben, auf der Straße dann aber deutlich höhere Werte ausstoßen.

In den ersten Statements gaben sowohl FCA als auch CNH Industrial, beide werden von Exor, der Holdinggesellschaft der italienischen Familie Agnelli kontrolliert, bekannt, dass sie vollinhaltlich mit den Behörden kooperieren würden. Die Untersuchung, die von der EU-Justizbehörde EUROJUST koordiniert wird, konzentriert sich auf neun in Italien lebende Personen und ihre Aktivitäten zwischen 2014 und 2019.

Ein Problem für STELLANTIS?
Als wären diese Untersuchungen an sich nicht schon unangenehm genug, könnten sie darüber hinaus weiterreichende Folgen für die geplante Mega-Fusion zwischen FCA und PSA haben. Ursprünglich hatte sich die EU-Kommission den 13. November als Deadline für die Überprüfung gesetzt, um Wettbewerbs-Probleme auszuschließen. Nun wurde die Deadline ohne neuen Termin und weitere Angabe von Gründen ausgesetzt.

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