AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Europaparlament: Gigaliner ausgebremst

Länge läuft nicht

Die EU-weite Freigabe der 25 Meter langen "Gigaliner"-Lkw sorgt seit Jahren für Konfrontation. Nun scheint das Thema vom Tisch zu sein.

mid/taf

Das Dossier "Gigaliner" auf Europas Straßen soll noch vor Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dies kündigte der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi bei der Vorstellung der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) an.

"Transport und Transportinfrastruktur gehört zu den Prioritäten der italienischen Ratspräsidentschaft zugunsten von Wachstum und Beschäftigung in Europa", sagte er im Europäischen Parlament. "Keiner will die Gigaliner auf Europas Straßen wirklich", erklärte eine Sprecherin von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas.

Ein Gigaliner, auch bekannt unter "EuroCombi", "Ecocombi" und "Monster Truck" hat eine Fahrzeuglänge von 25,25 Meter und ein Gesamtgewicht von 60 Tonnen. Der Lang-Lkw ist in einigen EU-Ländern zugelassen und überschreitet deutlich die übliche Längenbegrenzung von 18,75 Meter.

Die in Finnland und Schweden zugelassenen überlangen Lkw sorgen in der EU seit Jahren für Konfrontation. Der estnische EU-Verkehrskommissar Kallas hatte die europaweite Zulassung der Gigaliner auf die europäische Agenda gesetzt.

Speditionsfirmen argumentieren aus wirtschaftlichen Gründen für die Zulassung dieser Fahrzeuge. Sie könnten damit ein Drittel mehr Fracht aufnehmen. Zwei Lang-Lkw können das Transportvolumen von drei herkömmlichen Lastern schultern, Motorleistung und damit der Verbrauch liegen nicht allzusehr über normalen Lkw. Mehr Gewicht verteilt sich auf mehr Achsen, Bodenbelastung und Straßenabnützung verändern sich somit nicht.

Die EU-Verkehrsminister hatten Mitte Juni europaweit den grenzüberschreitenden Transport durch Lang-Lkw abgelehnt, vornehmlich aus Gründen der Verkehrssicherheit. Ihr Befürworter, EU-Verkehrskommissar Kallas, zog beim EU-Verkehrsministerrat seinen eigenen Vorschlag zurück, um keine Niederlage zu erleiden.

Vor allem Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures, die zu den vehementesten Gegnern gehört, sprach von einem "großen Erfolg", weil es ihr gelungen sei, EU-Staaten auf die ablehnende Position der Alpenrepublik einzuschwören, darunter auch Deutschland.

Das EU-Parlament hatte sich bei einer Abstimmung im April bereits eindeutig mit 606 Nein-Stimmen und nur zwei Ja-Stimmen gegen die grenzüberschreitende Zulassung von den überlangen Lkw ausgesprochen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wie Gutachter nicht nur beim Geld sparen helfen

Was tun, wenn’s kracht?

Ein Verkehrsunfall bringt mehr als nur Blechschäden mit sich. Unsicherheit, der Stress der Regulierung und das Risiko, finanzielle Einbußen zu erleiden, sind meist mit an Bord. Hier kommen unabhängige Kfz-Gutachter ins Spiel.

Was passt zu Ihrem Alltag?

Auto-Abo, Carsharing oder eigenes Fahrzeug

Mobilität als Alltagskonzept verändert sich. Während das eigene Auto jahrzehntelang als selbstverständlich galt, stehen heute gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Auto-Abos, stationsbasiertes oder freies Carsharing und klassische Kaufmodelle konkurrieren miteinander.

Weit weg, ganz entspannt

Mercedes V-Klasse 300d 4Matic im Test

Viel Stauraum, viel Leistung, viel Komfort: So fühlt sich die Normandie von Start weg ganz nah an. Knapp 4.000 Kilometer im luxuriösen Van beweisen die unbestrittene Reisetauglichkeit der V-Klasse.

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.

Leser-Fahraktion: Super-Test-Sommer 2025

Leser im vollen Testeinsatz

Quer durch Österreich fuhren unsere sechs Testwagen – mit Ihnen am Steuer! Die Palette umfasste diverse SUVs, wobei die Range vom Diesel über den Hybrid bis zu Elektromodellen reichte.