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Kia Sportage im Test

Scharfe Kanten, runde Sache

Fest steht, dass Kia mit dem neuen Sportage einen echten Hingucker gebaut hat. Die Konkurrenz ist aber vor allem auch wegen der inneren Werte erfolgreich. Ob er da mithalten kann?

Johannes Posch

Schönheit liegt freilich immer im Auge des Betrachters. Dennoch: Kaum ein aktuelles Mittelklasse-SUV ist so interessant anzusehen wie der Kia Sportage: riesiger Grill, selbstbewusste Tagfahrlichter, starke Kanten, hohe Schulter, markante Linien mit auffälligem Sprung in der C-Säule, bulliges Heck, versteckter Heckscheibenwischer , wenn man dem aktuellen Kia-Design etwas nicht vorwerfen kann, dann Langeweile.

Alles ist relativ
Das Cockpit wirkt im Vergleich zum Blechkleid fast konservativ, was aber vor allem an der so besonders extrovertierten Karosse liegt. Immerhin finden sich hier viele futuristische Elemente wieder, die Kia mit dem EV6 einführte. Neben dem spacigen Wahlstufen-Drehregler in der massiven Mittelkonsole kennen wir etwa auch die beiden großen Screens und die clevere Bedienleiste unter dem Infotainment-Screen schon aus dem unlängst zum World Car of the Year gewählten Stromer EV6. Diese dient einerseits als Lautstärkeregler und gewährt schnellen Zugriff auf diverse Menüpunkte des Infotainments (Navigation, Einstellungen und dergleichen), wird auf Knopfdruck aber gleichermaßen zur Klima-Steuerung, wobei über die Drehregler sodann die Temperatur eingestellt werden kann. Cool.

Dasselbe Prädikat verdient sich auch der getestete Antrieb. Der Mild-Hybrid-unterstützte Turbo-Benziner gibt sich druckvoll und willig, was gemeinsam mit der feinfühligen Lenkung, dem Grip-garantierenden Allradantrieb und dem durchaus knackigen adaptiven Fahrwerk auch den Spaß nicht zu kurz kommen lässt. Gleichzeitig aber wird der Verbrenner während der Fahrt im Segelbetrieb oft ab- sowie bei Bedarf ruckelfrei wieder zugeschaltet, was nicht nur subjektiv das Gefühl effizienten Fahrens verstärkt: Der erreichte Testverbrauch von 8,1 Liter auf Winterreifen und bei knappen zwei Grad geht durchaus in Ordnung. Das gilt übrigens auch für Verarbeitungsqualität und Materialanmutung, wobei von der GT Line als Top-Ausstattung auch nicht weniger zu erwarten war.

Das Platzangebot passt
Vorn sitzt und sieht man gut, hinten kann auch Erwachsenen locker eine Fernreise zugemutet werden. Die verstellbaren Rückenlehnen im Fond erlauben zudem das gefühlvolle Austarieren des "Kofferraum-Volumen/Mitfahrer-Sitzpositionsverhältnisses". Apropos Kofferraum: Der liegt mit seinen 526 Litern im Falle des Allrad-Sportage zwar etwas unterm Klassenschnitt, zeigt sich aber dennoch gut nutzbar und groß genug, um den Sportage auch als Familienkutsche nutzen zu können.

Technische Daten:
Kia Sportage 1.6 T-GDI 48V AWD
Hubraum | Zylinder:
1.598 cm3 | 4
Leistung 180 PS (132 kW)
Drehmoment 265 Nm bei 1.500–4.500/min
0–100 km/h | Vmax 9,0 s | 189 km/h
Getriebe | Antrieb 7-Gang aut. | Allrad
Ø-Verbrauch | CO2 6,9 l S | 165 g/km (EU6d)
Kofferraum | Zuladung 526–1.715 l | 637 kg
Basispreis | NoVA 46.390 € (inkl.) | 10 %

Das gefällt uns: die Unverwechselbarkeit, das Fahrverhalten
Das vermissen wir: HUD und mehr Kofferraumvolumen
Die Alternativen: VW Tiguan, Hyundai Tucson, Mazda CX-5 etc.

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