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Formel 1: News

Brawn neuer Formel-1-Geschäftsführer?

Laut eines deutschen Fachblatts hat Ross Brawn bei Liberty Media einen Vertrag als Nachfolger von Bernie Ecclestone unterschrieben.

Liberty Media, der designierte neue Haupteigner der Formel-1-WM, hat nach Informationen von Auto Bild motorsport den Briten Ross Brawn als neuen Geschäftsführer der Rennserie verpflichtet. Der Automobilweltverband soll dem Deal bereits zugestimmt haben. FIA-Präsident Jean Todt und Brawn haben zwischen 1997 und 2006 bei Ferrari zusammengearbeitet

Brawn hat sich zuletzt im Telegraph für eine leitende Funktion im Management der Formel-1-WM ins Spiel gebracht: "Daran mitzuwirken, die Formel-1-WM wieder besser zu machen, würde mich reizen. Das wäre das einzige, was von Interesse sein könnte." Bei einem Team hingegen würde er nie wieder anheuern, weil er sich dort bloß wiederholen würde.

Ob der 61jährige tatsächlich Ecclestone als Geschäftsführer ersetzen soll, ist derzeit unklar. Vorstellbar wäre eine tragende Rolle als wichtiger Berater im neuen Machtgefüge. Es gilt als wahrscheinlich, dass der künftige Formel-1-Vorsitzende Chase Carey Ecclestones Aufgaben auf mehrere Personen verteilen möchte. Brawn könnte eine der daraus entstehenden Positionen bekleiden.

Als unwahrscheinlich gilt in Branchenkreisen jedoch, dass Brawn und Ecclestone Seite an Seite koexistieren könnten. Als Ecclestone vor einigen Jahren mit Teamchef Brawn eine neue Mercedes-Verpflichtung aushandeln wollte, musste Niki Lauda als Vermittler eingesetzt werden, weil die beiden Briten auf keinen grünen Zweig kamen; das Verhältnis der beiden galt seither als beschädigt.

Im The Telegraph-Interview erklärte Brawn hingegen: "Ich habe kein Problem mit Bernie. Das Meiste, was wir heute haben, verdanken wir ihm. Ich war manchmal frustriert, weil ich eine methodische und strukturierte Herangehensweise habe; Bernie macht es chaotisch und impulsiv. Wenn diese Dinge jemals aufeinander träfen, wäre das eine interessante Kombination." Er sei jemand, der so lange an eine Tür hämmere, bis sich diese öffne.

Dass Ecclestone das Feld kampflos räumen wird, halten gilt als ausgeschlossen. Sollte ihn Liberty Media aus dem Spiel nehmen wollen, was bei einer Nominierung von Brawn der Fall sein könnte, würde er möglicherweise alles unternehmen, um dem „Usurpator“ zu schaden, zum Beispiel im Rahmen der laufenden Wettbewerbsbeschwerde bei der EU-Kommission; diese könnte den Liberty-Einstieg in die Formel-1-WM theoretisch auch noch zur Gänze verhindern.

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