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Toto Wolff: Spielberg kann Corona-Nachteile kompensieren Toto Wolff freut sich trotz der Umstände auf den Saisonauftakt in Spielberg
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Toto Wolff: Tolle Show in Spielberg kann Corona-Nachteile kompensieren

Ohne Fans keine Stimmung in Spielberg? Toto Wolff glaubt, dass die Formel 1 für die Fans an den TV-Bildschirmen am Wochenende trotzdem eine tolle Show liefern kann

In Spielberg werden die Fans am kommenden Wochenende eine "neue" Formel 1 erleben. Das Coronavirus sorgt unter anderem dafür, dass es beim Auftakt in Österreich keine Zuschauer an der Strecke geben wird, man wird auf ein klassisches Podium verzichten, und für alle anwesenden Personen wird es weitere starke Einschränkungen geben.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt trotzdem, dass das Rennen ein Erfolg werden kann. In einem Vodcast der Formel 1 erklärt er: "Die Formel 1 hat es immer geschafft, die positiven Dinge herauszustellen. Und wenn wir am Samstag und Sonntag eine tolle Show bieten können, dann denke ich, dass das die Seltsamkeit kompensieren wird."

"Wir wissen, was wir zu tun haben. Uns ist bewusst, dass es oberste Priorität ist, unsere Mitarbeiter und alle Teilnehmer zu schützen", so Wolff. "Gleichzeitig ist es aber auch eine neue Situation, in der wir noch nie waren", erinnert er und ergänzt: "Wir sprechen eine Menge über Blasen, weniger Interaktion mit anderen Teams, euch [den Medien] und den Fans."

Wolff wurde auch ohne Rennen nicht langweilig

"Das wird eine neue Erfahrung werden", so der Österreicher, der sich allerdings freut, dass es endlich wieder losgeht. "Jeder, der mir sagt, dass er gerne mehr Zeit zuhause verbringt, dem glaube ich nicht so ganz", schmunzelt er und erklärt, dass die lange Pause für ihn persönlich "surreal" gewesen sei. "Wir arbeiten in einem gewissen Rahmen", erinnert er.

"Wir wissen, wann es ein Rennen gibt, wann wir wieder ins Büro gehen und wann wir nach Hause kommen. Plötzlich wird da der Strecker gezogen. Ich vermisse den Wettbewerb", erklärt Wolff, der aber gleichzeitig auch klarstellt, dass er nicht mehrere Monate auf der faulen Haut gelegen habe. Es habe auch ohne Rennen genug zu tun gegeben.

Unter anderem habe man die Zeit genutzt, um sich auf die neue Budgetobergrenze ab 2021 einzustellen. Diese betreffe "besonders Mercedes, Ferrari und Red Bull", so Wolff, der erklärt: "Wir müssen uns anpassen. Wir müssen Prozesse umstellen, wie wir Dinge angehen, wie wir entwickeln, wie wir bei Innovationen und Forschung und Entwicklung investieren."

Mercedes in Spielberg nicht Favorit?

"Dieses Projekt hat viele von uns auf Trab gehalten", verrät er. Im Hinblick auf die sportliche Situation vor dem Saisonauftakt in Spielberg erklärt Wolff: "Es ist immer ein Risiko, wenn man annimmt, dass das, was man bei den Tests [im Winter in Barcelona] gesehen hat, auch die Performance auf der Strecke sein wird."

Er erinnert an die Probleme, die Mercedes 2019 in Spielberg hatte. "Ich bin immer auf der vorsichtigen Seite", betont er. Grundsätzlich erwarte er auch 2020 "die üblichen Verdächtigen" an der Spitze. Allerdings schließt er auch "einige Überraschungen" nicht aus. "Ich denke, Racing Point hat ein sehr starkes Auto", nennt er ein Beispiel.

"Sie haben in Barcelona vielversprechende Rundenzeiten gezeigt. Ich habe keinen Zweifel, dass auch McLaren und Renault eine Rolle spielen werden", sagt Wolff und ergänzt: "Ich denke, wir werden am Samstagnachmittag um 15:00 Uhr einen ersten Eindruck bekommen. Und am Sonntag werden wir dann sehen, wer das beste Paket hat."

Motorsport-Total.com

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