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Lewis Hamilton: So bleibe ich fokussiert

"Nach 23 Minuten brummt mir der Schädel"

Er habe ein Aufmerksamkeitsfenster von maximal 23 Minuten, erklärt der amtierende Weltmeister und verrät, wie er es dennoch durch die oft langen Meetings schafft.

Foto: LAT

Blitzlicht prasselt auf ihn ein, wenn er das Mercedes-Motorhome nur kurz verlässt. Kaum eine Minute ist er ungestört. Der Fokus liegt dabei immer schon auf der nächsten Aufgabe, der nächsten Besprechung oder der nächsten Runde. Lewis Hamilton verliert auch abseits der Strecke keine Zeit.

"Ich habe ein Aufmerksamkeitsfenster von 23 Minuten", verrät der sechsfache Weltmeister der 'BBC'. Das ist bemerkenswert, schließlich muss der Brite oft zwei Stunden auf engstem Raum bei rund 300 km/h Bestleistungen abliefern.

Die 23 Minuten beziehen sich auf alle Aktivitäten außerhalb des Cockpits, präzisiert er. Die Zeit des Superstars ist kostbar, so wenig wie möglich soll davon verschwendet werden. Daher steckt Hamilton auch kurz vor den Interviews an Rennwochenenden vertieft in Gesprächen mit Mercedes-Technikchef James Allison oder den Ingenieuren.

Auch zum 'BBC'-Interview, das Ende November geführt wurde, kommt der Brite ein wenig zu spät. "Ich habe mich gerade mit James zusammengesetzt, diese Jungs sind so smart", ist der sechsfache Weltmeister auch nach sieben Jahren bei den Silberpfeilen von seinen Kollegen beeindruckt.

"Ihre Intelligenz ist verglichen zu meiner in einer anderen Stratosphäre", schwärmt Hamilton von den Ingenieuren, mit denen er 2019 den sechsten WM-Titel einfahren konnte. Damit die Symbiose zwischen Fahrer und Ingenieur funktioniert, versuche er, alle Details zu verstehen.

Als Rennfahrer denke er aber einfach anders. Daher seien all die zeitraubenden Meetings in der Fabrik in Brackley oder auch an den Rennwochenenden entscheidend. Denn hinter verschlossenen Türen in der Kommandozentrale versucht der Fahrer Hamilton zu verstehen und gleichzeitig zu erklären.

Das kann manchmal ein wenig länger dauern. "Diese Jungs können stundenlang sitzen und fokussiert sein. Ich habe ein Aufmerksamkeitsfenster von rund 23 Minuten oder so. Wenn ich das erreiche, dann brummt mir der Kopf", gibt der Weltmeister zu.

Dann ist eine Pause bitter nötig, um danach neue Informationen aufnehmen zu können. "Ich sage ihnen dann: 'Ich werde kurz pinkeln gehen, mir einen Kaffee holen und dann gleich wieder da sein'. Und danach läuft es erneut 23 Minuten weiter."

Das habe aber wenig damit zu tun, dass der Champion nicht zuhört. "Mein Kopf schaltet dann einfach aus." Mit der Zeit konnte er sich an diese Eigenart anpassen. Er habe gelernt, wie er das Maximum aus seiner eigenen Performance holen könne, auch abseits der Piste.

"Als mir das zunächst aufgefallen ist, dass ich den Fokus verliere, musste ich kurz eine Pause machen." Die Aufmerksamkeitsspanne variiere, merkt der 35-Jährige an. Anstatt sich durch Meetings hindurch zu quälen, wolle er sich lieber neu fokussieren.

Dass er nur zeitlich begrenzt aufnahmefähig ist, bemerkte Hamilton schon in seiner Schulzeit in der John Henry Newman School in Stevenage. Doch damals konnte der kleine Lewis nicht einfach aus dem Klassenraum verschwinden. "Dadurch habe ich manches verpasst." Das könne ihm heute nicht mehr passieren.

© Motorsport-Total.com

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