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Hamilton ohne Vertrag für 2021 Warum ziehen sich die Verhandlungen zwischen Toto Wolff und Lewis Hamilton?
Motorsport Images

Hamilton ohne Vertrag für 2021: Woran haken die Verhandlungen mit Mercedes?

Während Valtteri Bottas bereits vor Monaten einen neuen Vertrag unterschrieben hat, steht Lewis Hamilton noch immer ohne Kontrakt für die Formel-1-Saison 2021 da

Es sei "ein Muss", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff im vergangenen Herbst, bis zum Saisonende 2020 eine Einigung mit Lewis Hamilton über einen neuen Vertrag zu erzielen. Passiert ist das allerdings nicht. Und so steht der Weltmeister weniger als zwei Monate vor Beginn der offiziellen Testfahrten 2021 noch immer ohne neuen Kontrakt da.

Zwar taucht Hamiltons Name in der Nennliste für die Formel-1-Saison 2021 auf. Einen neuen Vertrag hat er allerdings noch immer nicht unterschrieben, was die Frage aufwirft, warum die Verhandlungen mit Mercedes so lange dauern. Schließlich klang es bei allen Beteiligten stets so, dass die Vertragsverlängerung lediglich eine Formalität sei.

"Wir wollen beide miteinander weitermachen. Mercedes will Lewis im Auto haben, weil er der beste Rennfahrer dieser Generation ist. Und Lewis wird immer im besten Auto sitzen wollen - und das ist heute ein Mercedes", sagte Wolff bereits im vergangenen Dezember und erklärte: "Jetzt geht's eigentlich darum, dass man da einen Knopf dranmacht."

Stellt Hamilton zu hohe Forderungen?

"Das wird keine schwierige Diskussion werden, weil es abgesehen von den persönlichen Beziehungen, die wir alle miteinander haben, einfach auch eine natürliche Zweckgemeinschaft ist. Wir wollen einander, weil wir einander brauchen. Deswegen sehe ich da keine Schwierigkeiten, das auch zu Papier zu bringen", so Wolff.

Doch wenn es wirklich keine Schwierigkeiten gibt, warum die immer neuen Verzögerungen? Zum Vergleich: Der Vertrag mit Teamkollege Valtteri Bottas wurde bereits im vergangenen August verlängert. Das ist mittlerweile fünf Monate her. Bei Hamilton folgten seitdem immer neue Erklärungen, warum es noch nicht klappte.

Zunächst hieß es, man wolle die Entscheidung im WM-Kampf abwarten. Anschließend sei es Hamiltons Coronainfektion gewesen, die die Gespräche verzögert habe. Der italienische 'Corriere della Sera' berichtet währenddessen, dass in Wirklichkeit Hamiltons Forderungen der Grund seien, warum man sich noch immer nicht geeinigt habe.

So fordere der Weltmeister nicht nur ein Jahresgehalt in Höhe von 45 Millionen Euro sondern auch eine Garantie, nach seiner aktiven Karriere eine Rolle als Markenbotschafter zu erhalten. Aus Hamiltons Sicht eine logische Forderung, schließlich weiß auch der 36-Jährige selbst, dass er nicht mehr ewig weiterfahren wird.

Hamilton soll "Teil der Mercedes-Familie" bleiben

Daimler-Boss Ola Källenius soll jedoch kein großes Interesse haben, darauf einzugehen. Im Dezember sagte Källenius zum Thema Hamilton: "Die unmittelbare Aufgabe ist zu klären, was wir die nächsten paar Saison vorhaben. Was dann danach passiert, wissen wir heute nicht. Aber ich gehe davon aus, dass er Teil der Mercedes-Familie bleiben wird."

Helfen könnte Hamilton in den Verhandlungen der neue Shareholder Ineos. Das Unternehmen ist wohl bereit, einen Teil von Hamiltons Gehalt zu übernehmen. Ineos-Boss Jim Ratcliffe im Dezember: "Ich bewundere Lewis sehr. Im Sport kommt es gelegentlich vor, dass jemand mit der Zeit über alle anderen hinauswächst."

"Das gibt's auch im Fußball: Alle zehn Jahre kommt einer daher, der einfach außergewöhnlich ist, obwohl fast die ganze Welt Fußball spielt. Oder im Tennis, da gibt's Federer, oder Messi und Maradona im Fußball. Lewis ist ein Meister des Rennfahrens, und da steht er im Moment, finde ich, deutlich über allen anderen", so Ratcliffe.

Der Ineos-Boss stellt im Hinblick auf den neuen Hamilton-Vertrag allerdings auch klar: "Letztendlich ist Toto der Kapitän des Schiffs. Wir vertrauen da auf Toto. Es gibt keinerlei Zweifel daran, dass er Chef des Formel-1-Teams ist." Und Hamilton selbst? Der sprach im Dezember ebenfalls noch davon, gerne "vor Weihnachten" zu einer Einigung zu kommen.

George Russell als Plan B für Mercedes?

Das ist bekanntlich nicht passiert. "Ich möchte im nächsten Jahr hier sein. Ich denke, als Team können wir im Sport und vor allem auch darüber hinaus noch mehr erreichen", kündigte der Weltmeister damals an. Zwar sprechen Hamiltons Erfolge für sich, doch auch Mercedes hat in den Verhandlungen das ein oder andere Argument auf seiner Seite.

So erklärt DTM-Boss und Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger gegenüber 'ServusTV', dass George Russell bei seinem Auftritt im Mercedes in Bahrain gezeigt habe, "dass ein überlegener Faktor ganz klar das Auto ist." Der 22-Jährige führte sein erstes Rennen im Mercedes direkt an und hätte ohne die chaotischen Umstände wohl sogar gewonnen.

Laut Berger sei das "eine Karte", um Hamiltons Forderungen in den Verhandlungen etwas zu drücken. "Dieser Russell hat schon immer wieder gezeigt, was er mit dem Williams machen kann", sagt Berger, der auch an Russells Erfolge in den Nachwuchsserien erinnert. Sein Fazit daher: "Ich glaube, das ist einer der ganz großen Zukunftsleute."

Es bleibt abzuwarten, ob Mercedes 2021 wirklich auf Russell (oder einen anderen Fahrer) zurückgreifen muss. Die wahrscheinlichere Variante ist, dass Hamilton früher oder später doch noch einen neuen Vertrag unterschreiben wird. Langsam drängt die Zeit allerdings, denn Anfang März stehen bereits die Testfahrten vor der neuen Saison an.

Motorsport-Total.com

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