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Grand Prix von Japan 2012

"Ein großer Verlust"

Sebastian Vettel zeigt sich enttäuscht darüber, dass Michael Schumacher seine Karriere zum Saisonende ausklingen lässt und hofft auf einen anderweitigen Verbleib

Die Rücktrittsankündigung von Michael Schumacher beherrscht das Geschehen am Donnerstag nicht nur in Suzuka. Weltweit äußern sich Weggefährten zum endgültigen Formel-1-Abschied des siebenmaligen Weltmeisters am Saisonende. Während der kommenden Tage werden weitere Stimmen hinzukommen.

Vor allem aber im Fahrerlager von Suzuka ist es das beherrschende Thema. Sebastian Vettel bedauert die Entscheidung seines Landsmanns: "Das ist sehr schade. Ich denke, es ist ein großer Verlust für die Formel 1. Er war viele Jahre lang ein großer Bestandteil und wir hatten viel Spaß mit ihm."

"Die letzten paar Jahre ist es vielleicht nicht ganz so gelaufen, wie es sich viele für ihn gewünscht hätten und wie er sich das aus seiner Sicht gewünscht hätte. Ich denke, das Auto hat es einfach nicht hergegeben. Leider konnte er nicht zeigen, dass er es nach wie vor drauf hat. Ich glaube aber, er hat niemandem mehr etwas zu beweisen. Für mich ist er immer noch einer der Größten und wir werden ihn auf jeden Fall vermissen", so Vettel.

"Es gibt viele Leute, die es gern gesehen hätten, wenn er weitergefahren wäre. Da gehöre ich auch dazu. Es war immer etwas Besonderes, gegen ihn zu fahren", sagt der zweifache und amtierende Weltmeister, der sich beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps - Schumachers 300. Rennen in der Königsklasse - ein enges Duell mit dem Rekordweltmeister lieferte. "Auf der Strecke war es manchmal sehr hart, aber immer fair. Es ist etwas Besonderes, wenn man weiß, dass einem im Zweikampf der Platz gelassen wird, den man braucht, aber nicht mehr."

Der Red-Bull-Pilot, dessen Hoffnungen auf einen Titel-Hattrick nach wie vor intakt sind, hegt den Wunsch, dass Schumacher der Formel 1 nicht komplett den Rücken kehrt. "Ich hoffe, dass er uns in anderer Funktion erhalten bleibt, sodass wir ihn zumindest von Zeit zu Zeit an der Rennstrecke sehen", spricht Vettel eine mögliche Berater- oder Botschafterrolle des Kerpeners an. So oder so ist Michael Schumacher für Vettel "nach wie vor der Name in Deutschland, wenn es um die Formel 1 geht - wir anderen versuchen natürlich unser Bestes, da einigermaßen mitzukommen".

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