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Grand Prix von Japan 2012

Schadensbegrenzung bei McLaren

Jenson Button und der mit Saisonende scheidende Lewis Hamilton konnten in Suzuka lediglich Schadensbegrenzung betreiben – auf den Plätzen vier und fünf.

Das McLaren-Team war beim Großen Preis von Japan in Suzuka nicht schnell genug, um ein Wort um den Sieg mitzureden. Stattdessen musste man sich sogar mit den Plätzen vier für Jenson Button und fünf für Teamkollege Lewis Hamilton begnügen und hatte das Glück, das WM-Gegner Fernando Alonso keine Punkte einfahren konnte.

"Der vierte Rang ist definitiv kein schlechtes Ergebnis", so Button. "Besonders wenn man bedenkt, dass ich vom achten Rang losgefahren bin. Während des ersten Rennabschnitts bin ich bis auf den dritten Rang nach vorn gekommen, aber rückblickend war es womöglich ein Fehler, unseren ersten Boxenstopp so früh durchzuführen."

"Sowohl Kamui Kobayashi hier als auch ich wurden hinter einem Toro Rosso eingebremst, und das hat uns beide etwas Zeit auf Felipe Massa gekostet. Er ist auf brandneuen Reifen gestartet, und das macht einen großen Unterschied aus. Man kann länger fahren und die Geschwindigkeit aufrecht halten, er war aus diesem Grund in der Lage, nach dem Boxenstopp an uns beiden vorbeizukommen."

"Gegen Ende war ich in der Lage zu beginnen, auf Kamui aufzuholen. Aber er ging mit seinem letzten Reifensatz sehr gut um, ich konnte ihm nahe kommen, aber der einzige Weg war es gewesen, in die DRS-Zone zu kommen, indem ich extra spät in die Schikane reinbremse, und jedes Mal wenn ich dies probierte, blockierte ich die Räder und kam neben die Ideallinie. Dennoch ist das Ergebnis nicht allzu schlecht, wir haben ein paar Punkte mehr geholt, wir hatten einfach nicht die Geschwindigkeit, um heute um den Sieg zu fahren."

"Gratulation an Jenson", so Hamilton. "Er ist das gesamte Wochenende über gut gefahren, und wir beide haben für das Team heute ein paar ordentliche Punkte geholt. Es war großes Glück, dass ich mich am Start aus dem Durcheinander heraushalten konnte. Einige Autos sind von der Strecke geflogen, ich konzentrierte mich lediglich darauf, das Auto unbeschädigt da durch zu bekommen."

"Ich machte während des Rennens so viel Druck wie möglich. Im ersten Rennabschnitt war es ein kleiner Kampf. Ich hatte eine Menge Untersteuern, aber nach einer Weile lenkte das Auto wieder ein. Von diesem Moment an fühlte es sich wirklich gut an, und ich war in der Lage, Druck zu machen. Aber es war zu spät, als dass es noch eine Auswirkung auf das Ergebnis gehabt hätte."

"Dies war einfach nicht mein Wochenende. Mit einem besseren Qualifying können wir bessere Ergebnisse erzielen. Und das wird kommende Woche in Südkorea unser Ziel sein. Ich freue mich schon darauf."

"Wenn man bedenkt, dass die Red-Bull-Fahrer für das Rennen heute Nachmittag auf die Startpositionen eins und zwei fuhren", beginnt Teamchef Martin Whitmarsh seine Analyse, "und unsere Fahrer von den Positionen acht und neun ins Rennen zu gingen, ist die Tatsache, dass sie ihre Führung in der Konstrukteursmeisterschaft auf uns lediglich um fünf Punkte ausgebaut haben, für uns ein wenig Schadensbegrenzung."

"Sowohl Jenson als auch Lewis fuhren gute und kämpferischer Rennen, holten zusammen 22 Punkte für die Weltmeisterschaft. Aber wenn man sich unseren beeindruckenden Punkte-Lauf während den vergangenen Grands Prix anschaut, hatten wir bei unserer Ankunft in Suzuka früher in der Woche gehofft, besser abzuschneiden als auf den Plätzen vier und fünf."

"Wir haben unsere Leistung gestern im Qualifying nicht optimiert, und heute kämpften wir während des Rennens zu verschiedenen Zeitpunkten mit unseren Reifen. Jenson hatte zudem das Pech, dass er hinter Daniel Ricciardo hängen blieb und nach seinem ersten Boxenstopp als Ergebnis ziemlich viel Zeit verlor."

"Lewis' zweiter Stopps war exzellent, eine tolle Strategie wurde durch unsere superschnell arbeitende Boxenmannschaft unterstützt. Als Ergebnis kam Lewis mehr oder weniger neben Kimi Räikkönen aus der Boxengasse und kam gerade so vor ihm durch die erste Kurve. Dann hielt er ihn mit seinen Fähigkeiten hinter sich und sammelte als Ergebnis für den fünften Platz zehn wertvolle Punkte."

"Von Japan fliegen wir nach Südkorea, wo wir viele Punkte holen wollen. Der Kampf um die Weltmeisterschaften wird in dieser Saison extrem hart ausgekämpft, sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung. Aber alle bei McLaren werden während den letzten fünf Grands Prix Anstrengungen investieren, um sicherzustellen, dass wir bei der Musik sind, um die ultimativen Ehren zu kämpfen, wenn sich der Staub schlussendlich legt. Das wird zu einem extrem aufregenden Kampf. Los geht's!"

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Kobayashi der große Suzuka-Held Kobayashi der große Suzuka-Held Mercedes mit Nullrunde Mercedes mit Nullrunde

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