MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Toto Wolff: Elon Musk ist "Rockstar" und "Cheerleader" Toto Wolff hält Tesla-Chef Elon Musk für den Marketing-Rockstar der Autobranche
Motorsport Images

Toto Wolff: Tesla-Chef Elon Musk "ist ein Rockstar" und "Cheerleader"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht den Verbrennungsmotor noch lange nicht am Ende, zumindest nicht in Kombination mit nachhaltigen Treibstoffen

Die Automobilbranche befindet sich im Wandel, doch Toto Wolff glaubt nicht, dass der Verbrennungsmotor schon komplett am Ende ist. Und er hat seine ganz eigene Theorie, warum Elektroauto-Pionier Tesla, zum Beispiel in der Formel E, noch kein Motorsportprogramm betreibt. Darüber hat der Mercedes-Teamchef im neuesten Interview aus unserer #ThinkingForward-Serie gesprochen.

Letztendlich gehe es für die Hersteller im Motorsport darum, "ihre Marken auf eine bestimmte Weise emotional zu beladen", erklärt Wolff. Sich ein Auto zu kaufen, das sei "eine emotionale Sache" für den Kunden. Und Tesla habe es mit einem geschickten Marketingansatz mit am besten verstanden, quasi eine emotionale Nische bei den Kunden zu erobern.

"Oft wird das als rationaler Denkansatz erklärt: 'Ich kaufe mir ein Elektroauto, weil es emissionsfrei ist.' In Wahrheit kaufe ich mir dieses Auto, weil ich der Welt zeigen möchte, wie ich mich selbst sehe, und nicht wie ich wirklich bin", sagt Wolff und ergänzt: "Es ist alles eine Marketingübung. Und Tesla macht genau das."

"Elon Musk ist der Marketingchef und erste Cheerleader seines Unternehmens. Er steht für das Ausloten von Grenzen, für Innovation, für Unternehmertum. Er ist ein Rockstar, könnte man sagen. Und sie waren ein Pionier auf dem Gebiet der Elektromobilität. Sie brauchen keine Marketingplattfirmen [wie die Formel E], weil Tesla und ihr Eigentümer und CEO selbst das beste Marketing sind."

Was die ewige Diskussion Verbrenner vs. Elektro vs. andere alternative Antriebsmodelle für die Zukunft betrifft, glaubt Wolff, dass erstens "nicht vorhersehbar ist, wohin sich die Industrie bis 2030 entwickeln wird", und man zweitens "einen ganzheitlichen Blick" anwenden müsse, um nicht in der gerade stattfindenden Übergangsphase aufs falsche Pferd zu setzen.

Während sich die Formel E vollelektrisch positioniert, setzt die Formel 1 vorerst auf Hybridmotoren mit sogenannten E-Fuels, also synthetisch hergestelltem Benzin, das letztendlich CO2-neutral ist (abhängig von der Energiequelle, die bei der Herstellung herangezogen wurde). Für Wolff der richtige Weg, weil es "die Emissionen von Benzinern enorm reduziert".

Was die Formel 1 betrifft, findet der 48-Jährige: "Wir sollten gemeinsam mit unseren Mineralölherstellern führend sein im Bereich nachhaltige Treibstoffe und Biobenzin, gemeinsam mit unseren Mutterkonzernen, und wir sollten gleichzeitig offen sein für Technologietransfer auf dem elektrischen Feld."

Dass Premiumhersteller wie Daimler den Verbrennungsmotor noch nicht ganz aufgeben, ist aus Wolffs Sicht nachvollziehbar, "weil diese in Kombination mit nachhaltigen Treibstoffen einen viel besseren CO2-Fußabdruck hinterlassen als manche der heutigen Elektroautos, für deren Produktion Kohle oder Gas als Energiequelle dienen".

Das vollständige #ThinkingForward-Interview mit dem Mercedes-Teamchef gibt's hier nachzulesen!

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Geheimtest von Audi

Audi R26 testet in Barcelona

Der Audi R26 testet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya - Erste Seh- und Hörprobe der neuen Formel-1-Fahrzeuggeneration 2026!

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

WEC Hypercar und IMSA GTP

Wer für 2026 Updates bringt und wer nicht

Vollständige Übersicht, welche Hypercar- und GTP-Hersteller für das Langstreckenjahr 2026 Upgrades an ihren Boliden planen und welche nicht