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Vespa - Kult-Motorroller von damals bis heute

Wespenstory

Alles begann 1946 mit der Vespa 98. Die Idee eines einfachen Motorrades, mit dem man beim Fahren nicht schmutzig wird, wurde zum Welterfolg.

Die Vespa gehört zu den Motorrollern des italienischen Unternehmens Piaggio. Die "Wespe" zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Rollern weltweit. Das erste Modell war die Vespa 98 im Jahr 1946. Bekannt war sie auch unter dem Namen "Paperino" (= Entchen).

Ausgestattet war sie mit einem Hubraum von 98 cm³ und schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Entwickelt hatte sie Corradino D'Ascanio, ein ehemaliger Flugzeugkonstrukteur, dessen Traum es war, Hubschrauber zu bauen.

Die ursprüngliche Vespa sollte nicht nur unkompliziert, sondern auch effizient und leicht zu fahren sein. Zudem waren nur begrenzte Produktionsanlagen vorhanden. D'Ascanio hatte vor der Vespa noch nie ein Motorrad gebaut, deshalb ging er unvoreingenommen an die Konstruktion heran.

Kraftübertragung und Antrieb sollten einfach sein, daher wurde eine Triebsatzschwinge ohne Sekundärkette eingebaut. Zudem stand der Kettenantrieb zu Nachkriegszeiten kaum zur Verfügung.

Die Vespa sollte außerdem keine Motorenteile enthalten, an denen sich der Fahrer schmutzig machen konnte. Aus diesem Grunde wurde der Motor verdeckt. Der Reifenwechsel sollte so einfach wie der bei einem Auto sein - daher gab es Einarmschwingen vorne und hinten.

Erst in den 1950er Jahren wurde die Vespa auch in Deutschland bekannt und entwickelte sich zu einem beliebten Fahrzeug der jüngeren Generation. Im Frühjahr 1950 wurden Vespas auch im rheinischen Lintorf gebaut. Bis 1953 wurde das Modell HH, 1953 zusätzlich das Modell HB gebaut.

Der deutsche Konstrukteur Jakob Oswald Hoffmann entwickelte das Fahrzeug danach ohne Genehmigung von Piaggio weiter und stellte 1954 das Modell "Königin" vor. Deshalb wurde der Lizenzvertrag, den Hoffmann vom italienischen Unternehmen erhalten hatte, von Piaggio fristlos gekündigt.

Hoffmann entwickelte später mit großem Aufwand ein Rollermobil, die Hoffmann Kabine, de der BMW Isetta sehr ähnlich war. Wegen dieser Ähnlichkeit und der Verletzung der Patentrechte, wurden die Hoffmann-Werke von BMW verklagt. Nachdem BMW den Prozess gewonnen hatte, mussten die Hoffmann-Werke 1954 Konkurs anmelden. Die Produktion der Vespa wurde daraufhin in Augsburg von den Messerschmittwerken fortgesetzt.

Vespa-Modelle bis zur heutigen Zeit

1946 und 1948 kamen die Vespa 98 und die Vespa 126 auf den Markt. 1955 wurde dann die Vespa 150 GS mit Vierganggetriebe vorgestellt. 1957 erfreute die Vespa 125 VNA die Fans. Ebenfalls 1957 wurde die Vespa 400 vorgestellt. Solche Modelle sind noch heute auf dem Gebrauchtwagenmarkt, zum Beispiel hier, erhältlich.

Zu den Modellen, die derzeit im Verkauf sind, gehören die S 50 mit Zwei- oder Viertaktmotor und Einspritzung, die GTS 125 i.e. Super und 300 i.e. Super (Bild oben), beide mit wassergekühltem Vierventil-Viertaktmotor. Alle Modelle besitzen eine stufenlose Variomatik.

Zur Verfügung stehen aktuell auch drei "modernen Klassiker": Die Vespa PX 125/150, bei der es sich um eine Neuauflage der alten PX handelt. Sie besitzt eine manuelle Viergang-Schaltung. Darüber hinaus sind die Vespa 946 und die Vespa Primavera erhältlich, beide mit Variomatik.

Zu den Verwandten der "Wespe" gehört die "Biene" (= Ape). Dieses Fahrzeug wird besonders gerne im Mittelmeerraum gefahren. Dabei handelt es sich um einen dreirädrigen Transporter mit der Vespa entliehenen Motoren. Darüber hinaus gibt es seit 2009 eine Elektroversion.
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