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Welche Motorradversicherung brauche ich? Motorradfahren bietet Gelegenheit für naturnahe und herrliche Erlebnisse und ist ebenso eine gute Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen. Sichern Sie sich ab und genießen Sie!
SplitShire via pixabay.com

7 Tipps für die richtige Versicherung

Ganz gleich, ob Sie ein abenteuerlustiger Landstraßenfahrer sind, sich auf der Autobahn austoben oder einfach nur nach einer Möglichkeit suchen, sich in der Stadt fortzubewegen - es gibt nichts Schöneres als Motorradfahren. Wie beim Auto brauchen Sie eine Versicherung, wenn Sie sich, Ihre Passagiere und Ihre Investition schützen wollen.

Ebenso wie Sie sich nach Angeboten für Autoversicherungen umsehen, werden Sie auch die beste Versicherung für Ihr Motorrad finden wollen. 

Wenn es um den Abschluss einer Motorradversicherung geht, stehen Ihnen viele verschiedene Deckungsvarianten zur Wahl. Wenn Sie sich mit kompliziertem Versicherungsdeutsch nicht lange auseinandersetzen wollen, empfiehlt sich dieser Leitfaden.

Im Folgenden wird Ihnen ein Überblick verschafft, wann sich welcher Schutz lohnt und was Sie im individuellen Fall wirklich benötigen.

Grundsätzlicher Schutz

Alle deutschen Bundesländer verlangen von Motorradbesitzern ebenso wie Österreich den Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Bereits bei der Anmeldung des Fahrzeugs muss eine entsprechende Haftpflichtpolice vorgelegt werden. Die Haftpflichtversicherung zahlt für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden anderer, wenn Sie einen Unfall verursachen. Damit sind Sie zumindest gut abgesichert, wenn es um Schadensansprüche der Unfallgegner geht. 

Neben Reparaturkosten werden auch die Kosten für die Beschaffung eines neuen Fahruntersatzes bzw. eines Mietfahrzeugs übernommen. Wenn es sich um einen schweren Unfall handelt, ist gut zu wissen, dass neben anfallenden Arztkosten auch eventuell zu zahlende Pensionen oder Schmerzensgelder des Dritten übernommen werden. 

Experten raten dazu, die Deckungssumme der Haftpflicht möglichst hoch anzusetzen. Dies macht nur einen geringen Anteil an Mehrkosten im Monat aus. Sollte es nämlich wirklich zu einem schweren Unfall kommen, können schnell Beträge in Millionenhöhe entstehen. 

Jeder Motorradfahrer muss also über eine Haftpflichtdeckung verfügen, wobei der Abschluss einer Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung grundsätzlich freiwillig ist. Die Ausnahme bildet hier das Leasing eines Motorrads - in diesem Fall ist idR. eine Vollkasko erforderlich. 

Was decken Teil- und Vollkasko ab?

Die Teilkasko kommt für Schädigungen am Motorrad auf, die durch Einwirkungen von außen oder Fremden entstanden sind. Hierzu zählt beispielsweise Diebstahl, Elementarschäden durch Naturgewalten (Steinschlag, Hagel, Hochwasser etc.), Feuer oder auch Kabelbisse eines Marders. Kommt es zu einer Kollision mit Wildtieren, zahlt die Teilkasko auch hier entstandene Beschädigungen.

Eine Vollkaskoversicherung kombiniert Leistungen der Teilkasko mit einem zusätzlichen Kollisionsschutz. Sind Sie als Fahrzeugführer des Motorrads für einen Schaden selbst verantwortlich, etwa bei einem Auffahrunfall, übernimmt die Vollkasko die Kosten für die Beschädigungen an der Maschine. 

Vorteil: Schäden aufgrund von Vandalismus und Fahrerflucht werden ebenfalls übernommen. 

Für wie lange lohnt sich eine Kaskoversicherung?

Generell gilt, sollten Sie sich ein neuwertiges Motorrad zugelegt haben, ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung lohnens- und empfehlenswert. Sie möchten schließlich Ihr neues “Schätzchen” abgesichert wissen. Man sagt, dass sich die Investition in eine Vollkasko bis zum vierten Jahr nach Inverkehrsetzung rechnet. Danach sollten Sie auf eine Teilkasko umschwenken, die bis zu sieben Jahre nach der ersten Inbetriebnahme sinnvoll ist. 

Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an: Wenn sie eher ein Fahrer sind, der sein Risiko minimieren möchte und Ihr Budget es hergibt, sollten Sie auch über die oben angegebenen Zeiträume hinaus die Leistungen einer Kasko in Anspruch nehmen. Schaden kann das nicht!

Was Sie vor Vertragsabschluss wissen sollten

Bei allen drei Varianten der Motorradversicherung sollte immer auf die Deckungssumme geachtet werden. Sichern Sie sich ausreichend ab, um unbesorgt das Gefühl der Straße genießen zu können. 

Bei den Kaskoversicherungen sind außerdem die enthaltenen Leistungen von großer Bedeutung. Sicherlich steigen die zu zahlenden Versicherungsbeiträge mit der Anzahl der Leistungen, doch Sie bieten eben auch einen besseren Schutz, egal was auch immer ihrem Motorrad zustoßen sollte. 

Beachten Sie zudem, ob ein sogenannter “Rabattschutz” in den Leistungen enthalten ist, denn dieser verhindert, dass Sie nach einem Unfall herabgestuft werden und dann wesentlich höhere Beiträge gezahlt werden müssten.

Fallstricke innerhalb der Versicherungsbedingungen

Achten Sie immer darauf, dass auch grobe Fahrlässigkeit mit abgesichert ist. Ist dies nicht explizit miteingeschlossen, kann es nämlich im individuellen Fall Auslegungssache des Gutachters sein und die Versicherung verweigert darauf die Zahlung.

Einen attraktiven Preisnachlass bieten Policen mit Werkstattbindung. Dies können Sie in Anspruch nehmen, es kann aber sein, dass es sich um eine weit entfernte Werkstatt handelt, zu der Sie dann erst mühsam anreisen müssen. Macht Ihnen das nichts aus, können Sie Versicherungsbeiträge einsparen. 

Kostenpunkt einer Motorradversicherung

Hier kann keine pauschale Aussage getroffen werden, da dies von den Versicherungsanbietern, dem Motorradhalter, des Maschinentyps und den gewünschten Leistungen abhängt. Für kleinere Motorräder sollten mindestens 100 Euro im Jahr eingeplant werden, bei größeren Maschinen muss mindesten von 600 Euro im Jahr ausgegangen werden. 

Spartipps zum Abschluss

  1. Saisonkennzeichen
    Mit einem Saisonkennzeichen zahlen Sie nur Versicherungsbeiträge für die Monate, in denen Sie Ihr Motorrad bewegen. 
  1. Vergleichsportale
    Vergleiche auf Vergleichsportalen lohnen sich in jedem Fall: so können im Einzelfall Ersparnisse von mehr als 100 Euro erzielt werden. Zudem lohnt es, die Tarife einmal jährlich gegenzuprüfen , da man bei Beitragserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht hat.
  1. Prämien vergleichen
    Vergleichen Sie Versicherungen vor dem Kauf: Erst recht, wenn ein Motorrad mehr PS hat, können die Unterschiede bedeutend sein.
  1. Über Eltern versichern
    Wie auch bei der KFZ-Versicherung ergibt es Sinn, das Motorrad über die Eltern zu versichern, um die Beiträge als Fahranfänger niedrig zu halten. Natürlich nur, sofern diese auch eine niedrigere Schadensfreiheitsklasse als man selbst haben.
  1. Wenige Nutzer
    Vereinbaren Sie, dass nur ein kleiner Fahrerkreis das Motorrad nutzen darf, da Beiträge steigen, je mehr Fahrer angemeldet werden.
  1. Sicher abgestellt
    Durch das Abstellen des Motorrads in einer Garage oder einem Carport sinkt das Diebstahlrisiko und Beiträge für die Versicherung sinken.
  1. Jährlich zahlen
    Wenn Sie in der Lage sind, den Jahresbetrag auf einmal zahlen zu können, sollten Sie das unbedingt machen. Dadurch erhält man, im Vergleich zur monatlichen oder vierteljährlichen Rate, satte Rabatte. 

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