ZWEIRAD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Einstiegsmodell mit hohem Spaßfaktor

Die neue Triumph Trident 660 macht eine gute Figur vor dem Lieblings-Italiener. Ein junger Mann, vielleicht 22 Jahre alt, spaziert vorbei, blickt anerkennend auf die Trident 660 und dreht sich beim Weitergehen noch einmal um. Er ist nicht der Einzige!

Rainer Unruh / mid

Da müssen die Engländer wohl einiges richtig gemacht haben mit der Trident 660, denn der junge Mann passt genau in die Zielgruppe für dieses Motorrad, das Neu- oder Wiedereinsteiger begeistern und zu Triumph locken soll.

Das Design ist frisch und frech. Charakteristisch für die Triumph Trident sind die klaren, dynamischen Linien, mit der leicht nach hinten ansteigenden Sitzbank, mit dem bullig wirkenden Tank, dem nicht zu breiten Lenker und dem klassischen runden Frontlicht.
Da steht ein wohlgeformtes Motorrad auf der Straße, das den Konkurrenten von Kawasaki mit der Z 650 und Yamaha mit der MT-07, gehörig Druck machen wird - so viel sei verraten.
Der 660 Kubikzentimeter starke Dreizylindermotor Motor der Trident ist ein Prachtstück über den Lee Morrison, Koordinator für Stunts in James Bond Filmen, sagt: "...atemberaubender Dreizylindermotor, hohe Agilität und dynamisches Handling kombiniert mit essenzieller technischer Ausstattung".

Er hat recht, ist der Biker geneigt zu sagen. Der Dreizylindermotor erreicht seine Spitzenleistung von 81 Pferdestärken bei 10.250 Umdrehungen die Minute. Der Motor ist spritzig und durchzugsstark, lässt sich aber auch geschmeidig mit niedrigen Drehzahlen fahren.

Apropos Fahren - hier zeigt sich die Stärke der Triumph Trident 660 für Einsteiger- und Wiedereinsteiger. Die sollen sich schnell zurechtfinden, wollen ein - um im Britischen zu bleiben - "easy-going-Bike" und genau das ist die Triumph Trident 660.

Ob Körpergröße 165 Zentimeter oder 185 Zentimeter, auf der Sitzbank (805 Millimeter) sitzt es sich bequem. Die Körperhaltung ist entspannt und einmal gestartet lässt sich die 189 Kilogramm leichte Trident einfach bewegen. Ihr schlankes und sanftes Sechsganggetriebe ist auf Fahrspaß und Fahrkomfort gleichermaßen ausgelegt. Da gibt es kein Fremdeln mit dem Motorrad: schalten und kuppeln, wenden und bewegen, alles kein Problem. Das gesamte Handling ist einfach, problemfrei und vertrauenerweckend. Selbst bei Höchstgeschwindigkeit von 195 Kilometer in der Stunde muss niemand Panik schieben.

Triumph hat der Trident 660 einen großen, runden und übersichtlichen TFT-Farbbildschirm spendiert. Alle wichtigen Informationen für den Fahrer sind dort erfasst und leicht ablesbar. Die verschiedenen Fahrmodi wie Straße oder Regen - durch deren Auswahl die Traktionskontrolle und die Drosselklappenkennfelder des Bikes entsprechend angepasst werden - lassen sich über die Schalter am Lenker steuern. Sie sorgen für Sicherheit, genauso wie die neueste Generation des ABS. All das ist im Gesamtpaket der Trident 660 enthalten. Das Verbindungssystem (Connectivity) für Mobiltelefone, GoPro-Kamera-Steuerung oder die eigene Musik muss extra bezahlt werden.

Für gute Sicht wurden sieben Zoll großen LED-Scheinwerfer für die Trident 660 entworfen. Die passen bestens zu diesem Naked Bike, das vor dem Caféhaus sowie beim Kumpel, der Freundin oder dem Freund punktet. Denn die Triumph Trident 660 sieht nicht nur extrem gut aus, sie gibt es auch in der A2-Führerschein-Version mit dem entsprechend gedrosselten 47,8 Pferdestärken (35 kW) starken Motor.

Es sind nur Kleinigkeiten die bei der Trident negativ auffallen. Da ist die Sitzbank, die für längere Touren mit Sozius oder Sozia zu kurz geraten ist. Bei Regen spritzt es recht stark von hinten, da das Heck ohne Schutzblech gestaltet wurde, zudem fehlt es an Möglichkeiten Gepäck zu verstauen. Wer längere Touren machen möchte, muss wohl Rucksack tragen.
Ansonsten bleibt nur Lob für die Triumph Trident 660. Sie ist eine britische Schönheit, technisch auf der Höhe und vorzugsweise auf Stadt- und Landstraße unterwegs. Sie verbraucht unter fünf Liter Sprit auf 100 Kilometer, kann fast jedes Tempo mitgehen und kostet in Deutschland moderate 7.745 Euro. In Österreich wird, wie gewohnt etwas mehr fällig. Mit 9.096 Euro verdient man sich aber auch hier der Prädikat "erschwinglich". Wenn das mal nichts ist für Ein- und Wiedereinsteiger und natürlich auch für Neukunden.

Technische Daten Triumph Trident 660:
- Motor: Flüssigkeitsgekühlter Dreizylinder-DOHC-Reihenmotor mit 12 Ventilen
- Getriebe: Sechsganggetriebe
- Hubraum: 660 Kubikzentimeter
- Leistung: 60 kW/ 81 PS bei 10.250 U/min (A2-Variante: 35 kW/47,8 PS bei 8.750 U/min)
- max. Drehmoment: 64 Nm bei 6.250 U/min (A2-Variante: 59 Nm bei 5.250 U/min)
- Bremse vorne: Nissin Doppelkolben-Schwimmsattel, 310 mm Doppelscheibe, ABS
- Bremse hinten: Nissin Einkolben-Schwimmsattel, 255 mm Bremsscheibe, ABS
- Reifen vorne: 120/70 R17
- Reifen hinten: 180/55 R17
- Sitzhöhe: 805 mm
- Sekundärantrieb: Kette
- Tankinhalt: 14 Liter
- Verbrauch: 4,6 l/100 km
- Gewicht, vollgetankt: 189 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
- Preis DE: ab 7.745 Euro
- Preis AT: ab 9.095 Euro

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Kymco zeigt Like II 125i in mehreren Varianten

Neues bei den 50ern und den 125ern

Kymco präsentiert für die wetterbedingt spät in Fahrt gekommene Saison 2021 drei Modelle der Like-Serie in der boomenden 125er-Klasse mit neuen Euro 5-Motoren: Zu haben sind der klassische Like II 125i CBS, der sportliche Like II S 125i CBS und das vernetzte Sondermodell Like II 125i ABS Exclusive.

Seat Mo - erster Test

Seats cleverer E-Scooter

Seat goes Elektroscooter, der MO weiß optisch wie technisch zu gefallen.

Seit 100 Jahren: Aus Mandello del Lario in die Welt

Das Buch zum großen Moto-Guzzi-Jubiläum

Im Jubiläumsband wird die Geschichte der 1921 gegründeten Marke von zehn namhaften Persönlichkeiten erzählt. Weitere Feierlichkeiten wie die GMG Moto Guzzi World Days wurden auf 2022 verschoben

Neue Big Boxer-Versionen vom BMW

BMW vergrößert die R 18-Familie

Mit der neuen R 18 Transcontinental bringt die Motorrad-Sparte einen Grand American Tourer und mit der R 18 B einen waschechten "Bagger", wie er speziell in den USA populär ist.

Das sollte man unbedingt wissen

Faszination Motocross

Motocross gehört ohne jeden Zweifel zu den beliebtesten Motorrad-Sportarten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf geländetauglichen Maschinen, mit denen die Fahrer vereinzelt spektakuläre Sprünge absolvieren. Doch was benötigen Anfänger dafür, um diese Sportart selbst einmal auszuprobieren, und wie beginnt man am besten mit dem Motocross?

Große Allianz pro E-Motorrad

Piaggio Honda, KTM und Yamaha kooperieren

Auch vor dem Zweirad-Sektor macht die Elektro-Mobilität nicht halt. Bester Beweis: KTM, Honda, Piaggio und Yamaha beteiligen sich an dem Swappable Batteries Motorcycle Consortium (SBMC).