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Beveridge-Untersuchung hat begonnen

Beim diesjährigen Australien-GP starb der Streckenposten Graham Beveridge - jetzt wird der Fall untersucht.

Michael Trawniczek

In Melbourne hat eine gerichtliche Untersuchung zum tragischen Tod des Streckenpostens Graham Beveridge begonnen. Der 52jährige Marshall wurde beim diesjährigen Australien-GP von einem wegfliegendem Rad getroffen, nachdem Jacques Villeneuve und Ralf Schumacher kollidiert waren.

In der fünften Runde des im Albert Park von Melbourne stattfindenden Rennens krachte Villeneuve in das Heck des vor ihm fahrenden Ralf Schumacher. Der BAR des Kanadiers wurde von Schumacher's Hinterreifen in die Luft katapultiert, ein wegfliegendes Rad wurde dann dem Streckenposten zum Verhängnis. Beveridge stand in einer Lücke des Sicherheitszauns, und genau dort schlug das mit rund 150 km/h fliegende Rad ein.

Bei der Anhörung, bei der auch die Witwe und die Kinder des verstorbenen Marshalls zugegen waren, wurden Videoaufnahmen des Unfalls und Piloten-Aussagen gezeigt. Jim Kennan, früherer Generalstaatsanwalt des Landes, fungiert als Berater der Untersuchungsrichter. Erwartet werden insgesamt 24 Zeugenaussagen.

Kennan erklärte in seiner Eröffnungsansprache, die Untersuchung werde sich zunächst auf die Höhe des Sicherheitszauns, die Lage der Zugangslücken in diesem und die Entfernung des Publikums konzentrieren. Der Sicherheitszaun, so Kennan, sei in Melbourne mit seinen 2,5 Metern nur halb so hoch wie die vergleichbare Abgrenzung im englischen Silverstone. "Villeneuve's Auto war nahe dran, über den Zaun drüberzufliegen", so der Anwalt, der den Piloten keinerlei Schuld am Tod des Marshalls gibt.

Ironie des Schicksals: möglicherweise hat Graham Beveridge´s tragischer Unfalltod eine noch größere Katastrophe verhindert. Jim Kennan erklärte, dass, wenn Beveridge den Einschlag des Rades "nicht absorbiert hätte", dieses womöglich weitergeflogen wäre und mehrere Zuschauer töten hätte können.

Die Untersuchung wird fortgesetzt.

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