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Alex Zanardi beweist Stärke

Der vor rund einem Monat auf dem Eurospeedway schwer verunglückte Champcar-Pilot zeigt sich trotz der Beinamputationen willensstark.

Alex Zanardi:
Der Italiener verlor bei einem Horror-Crash beide Beine, sieht seiner Zukunft aber dennoch optimistisch entgegen

Der zweifache Champcar-Meister und Ex-Formel-1-Rennfahrer Alex Zanardi ist nach seinem fürchterlichen Unfall im Rahmen des American Memorial auf dem Eurospeedway in der Lausitz auf dem Weg der Besserung. Nach einem Horror-Crash mit Alex Tagliani musste dem Italiener beide Beine oberhalb des Knies amputiert werden.

Gegenüber dem italienischen Autosprint-Magazin sprach Zanardi erstmals über das Geschehen und seine Zukunft: „Ich habe nun realisiert, was mit mir passiert ist und versuche, das Beste daraus zu machen. Ich möchte nicht darüber nachdenken, was ich verloren habe, sondern vielmehr über das, was mir geblieben ist und das ist doch ein guter Deal. Bis auf die Schmerzen geht’s mir eigentlich ganz gut.“

Vom Unfallhergang weiß der beliebte Italiener gar nichts mehr: „Ich kann mich an nichts erinnern, das letzte was ich weiß ist, dass ich auf dem Weg nach Deutschland war, dann ist es aus. Ich habe einige Zeitungsausschnitte und Fotos vom Unfall gesehen, aber ich fühle mich noch nicht dazu bereit, mir das Video anzusehen. Ich halte es für wichtig, nicht zu viel darüber nachzudenken, was passiert ist. Ich war immer ein Mensch, der nach vorne geblickt hat, das werde ich auch in dieser Situation tun.“

Die Ärzte gehen davon aus, dass Zanardi mit Hilfe von Prothesen wieder gehen lernen kann, noch im Oktober wird er in ein Rehabilitations-Zentrum in der Nähe von Bologna verlegt. Seinen Optimismus hat Alex Zanardi jedenfalls nicht verloren: „Es gab einige schwere Momente für mich, viele werden noch kommen. Aber ich fühle mich an jedem neuen Tag etwas besser. Ich kann meine Beine - bzw. das, was von ihnen übrig ist – schon ganz gut koordinieren, ich will und muss positiv denken. Ich habe ein neues Leben vor mir und ich werde alles daran setzen, das Beste daraus zu machen.“

(c) motorsport.at/haymarket

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