MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Eine Frage der Gleichberechtigung

Der Ferrari-Pilot meint, dass er es dem großen Schumi gleich machen könnte – wenn er genügend Unterstützung von seinem Team erhält.

Eva Braunrath

Für Rubens Barrichello steht die dritte Saison bei Ferrari vor der Tür. An der Seite des vierfachen Weltmeisters Michael Schumacher musste sich der Brasilianer über kurz oder lang damit abfinden, die ewige Nummer zwei im Team zu sein. Doch das könnte sich – seiner persönlichen Einschätzung nach – baldigst ändern.

Im Zuge des alljährichen Skiausflugs der Scuderia ins italienische Madonna Di Campiglio beteuert der Brasilianer, dass er durchaus fähig ist, auf dem selben Level wie sein übermächtiger Teamkollege zu fahren und argumentiert, das ihm dies zu Saisonende 2001 bereits ansatzweise gelungen sei.

„Als in den letzten vier Rennen die Aufmersamkeit auf mich gerichtet war, habe ich bewiesen, dass auch ich Rennen gewinnen kann“, strotzt der Brasilianer vor Selbstbewusstsein. „Mit ein wenig Glück wäre ich zwei von den vier Malen am obersten Treppchen gelandet.“

Barrichello macht nicht zuletzt die unterschiedlichen Prioritäten im Team dafür verantwortlich, dass er sein volles Potenzial noch nicht ausschöpfen hat können. „Ich weiß, dass mir in Zukunft zumindest 30 bis 35 Prozent Aufmerksamkeit im Team zukommen werden und es wird immer mehr und mehr“, so der Brasilianer weiter. „Wenn ich weiter hart an mir arbeite, wird die Zeit kommen, wo es 50 zu 50 steht. Und genau dann werde ich mehr attackieren und mehr Resultate herausfahren.“

Rubinhos Einschätzung nach hat sich sein Status in den Reihen der Scuderia ohnehin im Laufe der Jahre zum Guten verändert: „Zum momentanen Zeitpunkt ist mein Stellenwert innerhalb Ferrari´s viel größer als noch vor zwei Jahren. Ich bin zufrieden damit, wie sich die Dinge entwickeln. Wir bekommen gleichwertige Autos zur Verfügung gestellt und es liegt allein an mir, meine Entschlossenheit, mit der ich an Werk gehe, aufrecht zu erhalten.“

Barrichello gibt zwar zu, dass es bestimmt kein leichter Job ist, an der Seite von Michael Schumacher die zweite Geige zu spielen, dennoch zeigt er sich optimistisch, dass er auch als Nummer zwei im Team den Weltmeistertitel für sich holen könnte.

„Mit Michael im selben Team zu fahren ist sehr schwierig, da alles darauf ausgerichtet ist, ihn zum Sieg zu führen“, schildert Rubinho seine Position. „Aber wenn ich zum ersten Mal aufwache und mir denke, dass ich nicht mehr im Stande bin zu gewinnen – dann ist die Zeit gekommen um aufzuhören.“ Auf den Punkt gebracht heißt das: „Ja, ich glaube, ich kann Weltmeister werde, selbst als Teamkollege von Michael.“

(c) Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik