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Fernando Alonso im Interview

Der Renault-Testpilot über seine erste rennfreie Saison seit 1996, und warum das Jahr 2002 für die weitere F1-Zukunft des Spaniers ganz besonders wichtig wird.

Bernhard Eder

Was war deine Motivation, zu Renault zu wechseln?
Renault wird in den nächsten Jahren einer der besten Rennställe sein, und ich will Teil dieses Sieger-Teams sein. Das Job als Testfahrer, der mir angeboten wurde, ist eine sehr interessante Sache, was meine Weiterentwicklung betrifft. Ich erwarte, dass ich kommende Saison sehr viel lernen werde.

Was bedeutet es dir, für Renault zu arbeiten?
Renault ist eine Legende in der Formel 1. Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, habe ich sie im Fernsehen immer siegen sehen. Dass ich jetzt selbst Teil der Renault-Philosophie bin, ist wie ein Traum, der in Erfüllung geht.

Wieviel hast du in deiner ersten F1-Saison bei Minardi gelernt?
Im ersten Jahr lernt man immer am meisten, weil alles neu ist. Für Minardi zu fahren, war insofern gut, weil ich ohne Druck arbeiten und mich aufs Lernen konzentrieren konnte. Ich bin auf etlichen Strecken das erste Mal gefahren, und das wird in der Zukunft noch sehr nützlich für mich sein.

Wie wichtig wird das kommende Jahr, was deine F1-Zukunft betrifft?
Ich hoffe, dass ich weiter an Selbstvertrauen gewinne. Mein Job als Renault-Testfahrer ist sehr wichtig, wenn es gut läuft, kann ich mir ein Renncockpit für 2003 sichern.

Wie ist der R3 im Vergleich zum letztjährigen Minardi zu fahren?
Die beiden Autos sind ziemlich verschieden. Renault ist einfach konkurrenzfähiger, vor allem der Motor ist stärker. Wir werden im Laufe der Saison das Auto natürlich stetig weiter entwicklen, vor mir liegt einen Menge Testarbeit.

Du bist nicht nur Testfahrer bei Renault, sondern auch Ersatzpilot. Was würde es dir bedeuten, für Renault in deren Comeback-Saison ein Rennen zu bestreiten?
Wenn Renault mich braucht, um ein Rennen zu fahren, dann bin ich bereit. Aber im Augenblick denke ich nur an meinen Job als Testfahrer, zumindest was diese Saison betrifft.

Wie wichtig ist deiner Meinung nach generell die Aufgabe des Testfahrers?
Die Teams testen das Jahr über sehr viel, die Autos werden pausenlos weiter entwickelt. Das ist notwendig, um positive Resultate zu erzielen. Die Testpiloten sind für die Teams sehr wichtig, die hohen Budgets erlauben auch immer mehr Tests.

Wieviel Arbeit wartet heuer auf Dich?
Wahrscheinlich komme ich im Vergleich zum Vorjahr auf die doppelte Kilometer-Anzahl. Wir werden die ganze Saison über testen, die Saison wird sehr hart für mich.

Welches Gefühl wird es sein, am Grand-Prix-Wochenende nicht am Rennen teilnehmen zu können?
Im Augenblick weiß ich nicht, wie ich mich fühlen werde, aber nach sieben Jahren werde ich erstmals keine Rennen bestreiten. Ich nehme an, dass das ein seltsames Gefühl sein wird.

Hast du zu Jarno und Jenson eine gute persönliche Beziehung?
Ich komme mit beiden sehr gut aus. Wir waren im Winter in Kenia, haben dort ein Fitnessprogramm absolviert und uns auch näher kennen gelernt, das war wirklich gut. Jetzt haben wir eine ziemlich gute Beziehung.

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