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Michelin soll heuer assymetrische Rillen verwenden - illegal?

Das Wettrüsten der Reifenhersteller sorgt für schnelle Rundenzeiten - Michelin's neues Rillenkonzept könnte der F1 jetzt eine lähmende Kontroverse bescheren.

Michael Trawniczek

Der sogenannte "Reifenkrieg" zwischen den beiden Ausrüstern Bridgestone und Michelin belebt die Formel 1 und sorgt für schnelle Rundenzeiten. Beim nächstwöchigen Grand Prix von Australien könnte jedoch ein Streit über die Legalität eines neuen Rillenkonzepts von Michelin den Auftakt der neuen Saison überschatten.

Laut der britischen Motorsportzeitschrift "Autosport" habe das Konzept der Franzosen eine Auseinandersetzung über dessen Regelkonformität vom Zaun gebrochen.

Laut Reglement muss die Lauffläche eines Formel 1-Pneus vier Rillen aufweisen, mit einem Abstand von jeweils 50 Millimeter zueinander. Von der Mitte der Lauffläche aus müssen die Rillen gleichmäßig angeordnet sein. Die neuen Michelin-Reifen sollen über assymmetrische Rillen verfügen - die Ränder jeder einzelnen Rille würden an jeder Seite unterschiedlich abfallen.

Die neuen Rillen sollen die Michelin-Gummis haltbarer machen - auf möglichst allen Rennstrecken. Zudem wollen die Franzosen damit das Abfallen der Reifen-Performance eliminieren, welches 2001 in den Frühphasen der Rennen festzustellen war.

Michelin behauptet, dass laut Reglement die Rillen nur "gleichmäßig verlaufen" müssten. Eine Ansicht, welche der Präsident der obersten Motorsportbehörde FIA, Max Mosley, nicht teilt.

Mosley präzisiert: "Die Rillen müssen einheitlich sein. Wir denken, dass dies bedeutet, dass die Rillen gleich sein müssen, unabhängig davon, von welcher Seite aus man sie betrachtet."

Sechs der elf F1-Teams werden von Michelin mit dem "schwarzen Gold" versorgt. Sollten die Melbourner Sportkommissare die neuen Michelin-Gummis als regelwidrig einstufen, würde das halbe Feld unter Berufung antreten - man kann nur hoffen, dass diese Angelegnheit rechtzeitig geklärt werden kann...

(c) Formel1.at/haymarket

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