MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Sie haben lediglich einen guten Job gemacht"

Laut dem McLaren-Teamchef stellt der bravuröse Saisonstart von Renault keinerlei Grund zur Sorge dar.

Eva Braunrath

Für das Team von McLaren-Mercedes ist der Saisonstart nicht gerade nach Plan verlaufen. Nach konstant guten Ergebnissen in der Wintertestphase sah es danach aus, als könnten die Silbernen den Rückstand auf Ferrari, der sich im Laufe der vergangenen Saison sukzessive gebildet hatte, wieder ausgleichen oder zumindest verringern.

Doch der Schein hat getrügt, nach den ersten drei Rennen der neuen Saison gibt Teamchef Ron Dennis zu, dass der Schritt, den man im Winter vorwärts gemacht hat, im Vergleich mit der Konkurrenz offenbar zu klein gewesen ist. Den Silbernen sind bis dato nur zwei Zielankünfte gelungen, David Coulthard und Kimi Raikkonen schafften es je einmal als Dritter auf das Podest.

Erstaunlich gut hingegen die bisherige Performance von Renault. Die Franzosen, die im vergangenen Jahr noch weit hinterher gehinkt waren, stellten in den Überseerennen eine der größten Überraschungen der bisherigen Saison dar. Am Grid sind Jenson Button und Jarno Trulli etliche Startreihen nach vorne gerückt und die Rennbilanz des jungen Briten kann sich auch sehen lassen. Mit zwei vierten Plätzen in Folge hat Button momentan in der Fahrer-WM einen Vorsprung von zwei Punkten auf die beiden McLaren-Piloten.

Läuft man bei den Silbernen etwa Gefahr, sich von Renault den Rang ablaufen zu lassen? Teamchef Ron Dennis kommentiert die Frage völlig gelassen: "Ich bezweifle das." Der McLaren-Boss gibt zwar zu, dass die Renaults in Brasilien eine erstaunlich gute Performance geboten haben, doch eine ernstliche Bedrohung stellen die Franzosen laut Dennis für seinen Rennstall nicht dar.

"Sie haben in Brasilien ihren Job auf eine äußerst kompetente Art und Weise erledigt", so Dennis. "Ihre Starts waren eindeutig besser als unsere und das ist es nun mal, worauf es heutzutage in der Formel 1 ankommt. Es ist nicht leicht. Um die Nase vorn zu haben, muss man schon über einen gewissen Vorteil in der Performance verfügen."

Fakt ist, dass die Renaults beide McLaren am Start hinter sich lassen konnten. Doch von der Pace her waren die Silberpfeile sowohl im Qualifying als auch in der zweiten Hälfte des Rennens, nachdem man die Renaults überholt hatte, eindeutig voran. Man darf also gespannt sein, wie sich das Kräfteverhältnis in den nächsten Rennen entwickeln wird.

(c) Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

Streit um Katar-GP spitzt sich zu

Wie viel Macht haben die MotoGP-Fahrer?

Der Katar-Grand-Prix soll trotz Sicherheitsbedenken stattfinden - Wie geschlossen ist das Fahrerfeld und welchen Einfluss haben die Piloten auf die Entscheidung?