MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Formel 3000 mit Siedler?

Der junge Tiroler durfte in Barcelona für Arden testen und schlug sich ganz hervorragend. Ein neuer Gerhard Berger auf dem Weg in die Formel 1?

„Norbert Siedler steht auf unserer Wunschliste ganz weit oben“, kommentierte Arden-Teamchef Christian Horner die erfolgreichen ersten Formel 3000-Gehversuche des 19jährigen Österreichers auf dem 4,6 km langen Grand Prix Kurs von Montmelo bei Barcelona.

Ein unbekannte Strecke, ein unbekanntes Auto und dennoch ließ das Supertalent mit der fünft- (Dienstag) bzw. zweitbesten Tageszeit (Donnerstag) aufhorchen. Dass Coloni-Pilot Liuzzi – einer seiner Konkurrenten aus der Deutschen Formel 3 – noch um eine Sekunde schneller war, störte Siedler fürs erste eher wenig.

„Der hat mit diesen Autos schon viele Testkilometer absolviert, was gerade im Umgang mit den neuen Reifen ein Riesenvorteil ist. Meine Sektorzeiten beweisen jedenfalls, dass schon diesmal noch locker eine halbe Sekunde drin gewesen wäre.“

Und der Unterschied zum Formel 3, bzw. zum Formel Nissan? „Der Fahrstil ist komplett anders. Im Nissan versucht man, ähnlich wie im Formel 3, so viel Geschwindigkeit wie möglich durch die Kurve mitzunehmen. Den Formel 3000 muss man stärker herunterbremsen, um wieder möglichst früh am Gas zu sein. Am besten würde mir ein Nissan mit einem Formel 3000 Motor gefallen.“

In den nächsten Wochen soll sich also die nähere Zukunft des neuen Tiroler Hoffnungsträgers entscheiden. Und die Frage, ob Österreich in der kommenden Saison neben Patrick Friesacher noch mit einem zweiten Österreicher in der offiziellen Einsteigerklasse des Grand Prix´ Sports vertreten sein wird, ist laut Manager Edi Nikolic im Moment noch sehr schwierig zu beantworten:

„Immer mehr Wege führen inzwischen nach Rom. Entscheidend ist, Norbert in der kommenden Saison in einem konkurrenzfähigen Team zu platzieren. Arden ist dabei eine der Top-Adressen. Ihre Professionalität am Rennplatz ist wirklich beeindruckend.

Der junge Rennstall mit Sitz in Banbury (GB) unterhält unter anderem sehr enge Kontakte zu British American Racing, dessen Teamchef David Richards übrigens genauestens über die Tests mit Norbert Siedler informiert wurde.

Inoffizielle Zeiten vom 21.11.2002:

1. Vitantonio Liuzzi (Ita) Coloni 1.30.12
2. Norbert Siedler (Aut) Arden 1.31.23
3. Justin Keen (Dan) Arden 1.31.79
4. Gianmaria Bruni (Ita) Durango 1.32.07
5. Matteo Grassotto (Ita) Coloni 1.33.03
6. D. di Benedetto (Ita) Coloni 1.33.31

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant

Bortolotti verlässt Abt!

Grasser zeigt neuen Lambo und Duo 2026

DTM-Star Mirko Bortolotti verlässt Abt nach nur einem Jahr und gibt 2026 sein Comeback beim Grasser-Team: Wer im Temerario-Debütjahr sein Teamkollege wird