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Villeneuve: Wenig Begeisterung nach Anruf von Richards

BAR-Boss David Richards wünscht Jacques Villeneuve nur das Beste. Über seinen Rauswurf informierte er JV telefonisch, doch der Kanadier sei „müde“ gewesen...

„In allen Beziehungen kommt mal eine Zeit, in der du weiter gehen musst. Es war keine vorherbestimmte Entscheidung, sie wurde nach einer langen Debatte getroffen. Und zwar intern“, sagt BAR-Teamchef David Richards, der bekanntlich auf eine weitere Verpflichtung des Weltmeisters aus dem Jahre 1997, Jacques Villeneuve, zugunsten des Japaners Takuma Sato verzichtet hat.

Natürlich wünscht Richards dem Kanadier nur das Beste: „Ich persönlich hoffe, dass die Formel 1 noch mehr von Jacques sehen wird, denn ich denke er ist ein unglaublicher Charakter und ein großer Gewinn für den Sport.“

Diese Worte dürften den Fans des Kanadiers weniger gut oder zumindest recht bitter schmecken, zumal man weiß, dass es nahezu keine Möglichkeiten für den Verbleib des Weltmeisters in der Königsklasse gibt.

Ein kleines Schlupfloch – dafür mit umso größerer Sprengkraft – gäbe es noch. Der sagenumwitterte und vielfach kolportierte Transfer zu BMW-Williams. Glaubt Richards daran, dass Jacques Villeneuve zu seinem Weltmeisterteam aus dem Jahr 1997 zurückkehren könnte? „Da müssen Sie schon Williams fragen...“

David Richards hat aber auch ein großes Herz: „Diese Situationen sind niemals leicht. Ich habe Jacques letzte Woche angerufen, er war gerade in Los Angeles. Denn ich wollte nicht, dass er es aus zweiter Hand beziehungsweise aus den Nachrichten erfährt. Er war aber vermutlich schon müde oder er ist gerade erst aufgewacht. Jedenfalls war es nicht gerade die beste Zeit, um mit ihm darüber zu sprechen.“

Ob „Telefonterrorist“ Richards eventuell die Zeitverschiebung nicht ganz beachtet und Villeneuve mit seiner Hiobsbotschaft aus dem Schlafe gerissen hat, ist, wie so vieles in der Formel 1, nicht bekannt.

Richards schließt mit den Worten: „Ich bin sicher, wir werden diese Konversation am kommenden Wochenende in Japan fortsetzen und während es das letzte Rennen von Jacques für BAR sein wird, hoffe ich, dass es nicht sein letztes Rennen in der Formel 1 sein wird.“

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