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„Wir können uns keine Enthusiasten leisten!“

Starker Tobak – nach dem Streit um den „Fighting Fund“ erklärt Bernie Ecclestone, die F1 brauche keine Hinterbänklerteams und komme mit 16 Autos aus...

Nach den harten Worten in der gestrigen Freitags-Pressekonferenz rund um den Fighting Fund und dem Wortduell zwischen Minardi-Teamboss Paul Stoddart sowie McLaren-Teamchef Ron Dennis, sprach nun auch Bernie Ecclestone Klartext und war dabei keineswegs zimperlich!

„Ehrlich gesagt habe ich versucht sie (Minardi, d. Red.) dazu zu bringen in diesem Jahr nicht zu fahren, denn er (Paul Stoddart, d. Red.) sollte nicht in der Formel 1 sein,“ wird der britische F1-Zampano hierzu bei Autosport zitiert. „Wir kennen das benötigte Budget zwischen 300 und 400 Millionen Dollar und er sagt er braucht noch 10 Millionen um die Saison beenden zu können.“

Doch Bernie wurde noch deutlicher: „Ich sagte ihnen schon in Österreich im letzten Jahr, dass sie sich verpissen sollten und zu Saisonbeginn dieses Jahres sagte ich es ihnen erneut. Aber es ist für mich einfacher dies zu sagen als für diesen Kerl es zu tun. Er ist ein Enthusiast und er liebt das Racing, aber wir sind ein großes professionelles Geschäft und können wir uns Enthusiasten leisten? Die Antwort ist nein.“

Dass das komplette Geschäft einst von solchen Enthusiasten, zu denen auch Ron Dennis, Frank Williams oder Bernie Ecclestone zählten, aufgebaut wurde und auf deren Liebe zum Motorsport basiert, scheint Mr. Ecclestone jedoch vergessen zu haben! Doch Bernie scheint dies nicht mehr zu interessieren: „Wenn wir am Ende Ferrari oder McLaren verlieren würden, wäre dies nicht gut, aber wenn wir jemanden am Ende des Feldes verlieren, dann macht dies keinen großen Unterschied. Es ist nicht gut überhaupt jemanden zu verlieren, aber es ist besser, wenn sie mit Stil gehen – wie die meisten Teams die aufgehört haben.“

Den großen Trubel zu Beginn dieses Jahres, als Max Mosley und auch Bernie Ecclestone dafür kämpften nach Prost und Arrows ja nicht noch ein Team zu verlieren, hat Bernie mittlerweile auch vollends vergessen. „Wenn er nicht das Geld hat, sollte er nicht mitmachen. Es ist wie wenn man ein Geschäft aufmacht und dann die Konkurrenten fragt ob sie einem bitte etwas Geld geben können, damit man gegen sie antreten kann.“

Entsprechend wäre es laut Ecclestone kein Desaster für die Formel 1, wenn bald weniger als 10 Teams antreten würden. „Wir brauchen keine zehn Teams, wir sind glücklich mit dem was wir haben. Wir brauchen 16 Autos.“ Und deswegen möchte der 72-Jährige nach all der Feuerwehrarbeit seiner langen Karriere auch diesen Streit schlichten, jedoch hält er alles für „ein bisschen verrückt“. Beim Betrachten seiner Aussagen kann man dem wohl getrost zustimmen...

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