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Schnelle Runden auf weichen Reifen

Der Williams-Testpilot über seine Lieblings-Strecke, sein bevorzugtes Testprogramm und den Informations-Austasch mit den Stammpiloten.

Was halten Sie von der neuen Option, auf Testtage zu verzichten und dafür am Freitag vor den GP zwei Trainingsstunden extra zu erhalten?

Das ist eine sehr gute Regel, sie kann die Leistungsdichte zwischen den kleinen und den Top-Teams erhöhen. Die kleineren Teams können sich ohnehin nur etwa zehn Testtage leisten, für sie bedeuten die zusätzlichen Stunden eine gute Möglichkeit, sich bezüglich der Bremsen, Reifen und Abstimmung vorzubereiten. Richtige Weiterentwicklung kann man in dieser Zeit aber nicht durchführen. Deshalb haben wir uns dagegen entschieden.

Welche ist die beste Teststrecke?

Für mich ganz klar Barcelona. Einerseits natürlich, weil es meine Heimstrecke ist und ich in meinem eigenen Bett schlafen und zu Hause frühstücken kann. Andererseits aber, weil der Circuit de Catalunya alle Arten von Kurven bietet, gut ausgestattet ist und eine hervorragende Logistik bietet.

Welches Testprogramm ist Ihnen am Liebsten?

Am Liebsten fahre ich Reifentests, und am allerliebsten probiere ich weiche Mischungen, weil ich dann auch mal richtig schnelle Runden fahren darf.

Platz zwei auf meinem Wunschzettel sind Forschungsprojekte, Innovationen, von denen zunächst niemand weiß, ob sie je zum Tragen kommen. Das bedeutet sehr enge und intensive Arbeit mit den Ingenieuren.

Wie funktioniert der Informationsaustausch mit den Stammpiloten?

Wenn ich etwas für sehr wichtig halte, dann rufe ich sie an. Aber meistens tauschen wir uns beim GP donnerstags oder freitags aus. Dann erzähle ich ihnen etwa, welcher Reifen in welcher Kurve besonders gut oder kritisch war.

Wer ist Ihrem Fahrstil näher – Montoya oder Schumacher?

Da gibt es keinen großen Unterschied. Jeder Fahrer strebt bei der Abstimmung ein neutrales Verhalten an, will weder Unter- noch Übersteuern. Wir kommen immer zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Vielleicht kann Juan, der einen aggressiveren Stil hat, etwas besser mit leichtem Übersteuern leben.

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