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"Abwarten, man weiß ja nie..."

Michael Schumacher hat den WM-Titel zwar so gut wie in der Tasche, solange Raikkonen aber noch Chancen hat, sei es zu früh um zu feiern.

Trotz seiner neun WM-Punkte Vorsprung auf seinen nunmehr einzigen Verfolger Kimi Räikkönen möchte der Michael Schumacher noch nicht vom sechsten Titelgewinn sprechen. „Vorbei ist es noch nicht. Solange man rechnerisch nicht Weltmeister ist, ist das Rennen offen,“ dämpft der Ferrari-Star gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Euphorie.

„Wir brauchen zwar nur noch einen Punkt, aber man weiß ja nie. Zuerst müssen wir in Suzuka überhaupt ins Ziel kommen. Aber wir haben ein sehr zuverlässiges Auto.“

Deswegen zeigt sich Michael Schumacher nicht nur seinem Team gegenüber „dankbar“, sondern werden die Roten aus Maranello bereits in dieser Woche wieder zu Testfahrten ausrücken: „Nun geht es diese Woche noch mal ans Testen, unser Programm ist groß, und dann fahren wir nach Japan und geben unser Bestes!“

Sollte dies dann dazu ausreichen innerhalb der WM-Punkteränge ins Ziel zu kommen, kann Michael Schumacher selbst ein Sieg des jungen finnischen Konkurrenten den Titel nicht mehr nehmen. Und was ist an den immer wieder auftauchenden Rücktrittsgerüchten, sollte er seinen sechsten Titel gewinnen und damit am legendären Juan Manuel Fangio vorbeiziehen, dran? „Nichts,“ erwidert der Champion kurz und knapp.

Während die italienische Presse schon davon spricht, dass „der Titel bereits in der Tasche steckt“, „Schumacher Herr der Weltmeisterschaft“ ist oder „Schumacher zur Legende wird“, warnt Technikdirektor Ross Brawn gegenüber der englischen Presse vor dem Druck.

„Wenn man nur einen Punkt holen muss, hat man oftmals mehr Druck, als wenn man gleichwertig ist“, machte Brawn klar. „Die zwei Wochen zwischen jetzt und Suzuka werden sehr hart sein. Wir können dort gewinnen und werden uns ganz normal vorbereiten. Jetzt etwas Spezielles zu versuchen, wäre ein Fehler.“

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