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Massa auf den Spuren Schumis?

Felipe Massa schlägt sich bei den bisherigen Ferrari-Tests mehr als wacker, schon ist der Brasilianer als Schumi-Nachfolger im Gespräch.

Die Formel 1 sucht noch immer verzweifelt nach einem potenziellen Nachfolger für Michael Schumacher, dabei hat sie ihn vielleicht schon längst gefunden: Felipe Massa, neuer Testfahrer des Ferrari-Teams, überraschte bei seinen ersten Ausfahrten in Fiorano mit absoluten Spitzenzeiten.

Gleich am ersten Tag mit dem F2002 auf der Hausstrecke des Traditionsrennstalls blieb der 21-Jährige weniger als drei Zehntel hinter Schumachers Bestmarke zurück. "Weltklasse", urteilte da selbst Ross Brawn, und Jean Todt soll erfreut gelächelt haben, als er via Telefon über die Zeiten Massas informiert wurde. Ferrari will den Südamerikaner bekanntlich reifen lassen und dann als neues Zugpferd ab 2005 zum Stammfahrer befördern.

Seine Leistungen sprechen für sich: Nach nur ein paar Testtagen erzielte er gestern in Fiorano eine Zeit von knapp über 57 Sekunden – was längst schneller ist als der Rundenrekord mit dem F2002, den Weltmeister Michael Schumacher im vorigen Sommer aufgestellt hat. Zwar ist anzumerken, dass seither ein neuer Asphalt aufgetragen wurde, aber ob der schneller oder langsamer ist, weiß bis heute niemand so richtig.

Massa selbst ist jedenfalls überglücklich, von Sauber weggegangen zu sein, wie er der 'Welt' anvertraute: "Mein Glück ist perfekt. Und das Auto ist einfach überwältigend. Besonders die erste Ausfahrt war ein großer Moment, wie ein erster Schultag. Ich habe jetzt erfahren, warum Ferrari die Weltmeisterschaft gewonnen hat." Ferrari sei der "Formel-1-Himmel", fuhr der immer spitzbübisch lächelnde Brasilianer fort.

"Meine Aufgabe ist es, Ferrari zu helfen", erklärte er. "Dafür muss ich noch viel lernen und als Testfahrer maximale Leistung bringen." Dennoch nannte Massa – ganz unbescheiden – auch seine große Stärke: "Ich bin extrem gut im Zweikampf. Wenn ich eine Lücke erkenne, zögere ich nicht, sie zu nutzen." Ein Seitenhieb auf Rubens Barrichello, dem oftmals unterstellt wird, er agiere "zu brav" und riskiere zu wenig?

So oder so bringt der Newcomer aus der Senna-Stadt Sao Paulo alle Voraussetzungen mit, die Ferrari von einem Schumacher-Nachfolger erwartet: Sein Talent ist unbestritten, sein Temperament dürfte bei den Tifosi gut ankommen, durch seine lateinamerikanische Herkunft ist er als Werbeträger für Ferrari, Fiat und diverse Großsponsoren sehr interessant.

Zwischen Massa und der großen Karriere stehen eigentlich nur noch die bis Ende 2004 laufenden Verträge von Michael Schumacher und Rubens Barrichello...

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