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"Gut gemacht, Ferrari"

David Coulthard gesteht die Schwächen des neuen Silberpfeils MP4-19 ein und erkennt die Leistung der Scuderia Ferrari neidlos an.

Völlig von der Rolle war das McLaren-Team beim GP von Australien: Die Silbernen nahmen nur einen Punkt aus Melbourne mit und mussten erkennen: „Wir sind nicht da, wo wir stehen wollten“, so David Coulthard, der seinen MP4-19 auf Rang acht ins Ziel schleppte.

Doch wie kann so was nur passieren? Letztes Jahr fuhr McLaren die Saison mit dem 2002er Boliden, weil der berühmt berüchtigte MP4-18, der nie in einem GP eingesetzt wurde, nicht zuverlässig war.

Also hat man sich im silbernen Lager früh mit der Entwicklung des 2004er MP4-19 beschäftigt und setzte den neuen Rennwagen bereits Ende November ein: McLaren hatte also als erstes Team überhaupt den aktuellen Rennwagen fertig gestellt!

Es folgten gute Testfahrten und Rundenrekorde, doch seit dem Jahreswechsel steckt der Wurm im McLaren: Wenig Testrunden, rauchende Motoren, unzufriedene Fahrer. So war McLaren auch das Team, welches am Freitag am wenigsten gefahren ist und dennoch verabschiedete sich Kimi Räikkönens Zehnzylinder bereits nach zehn Runden.

„Wir hatten nur eine Zuverlässigkeit von fünfzig Prozent und waren nicht schnell genug“, fuhr Coulthard fort. „Die anderen Fahrer sind vorne verschwunden, aber wir können den Speed einfach nicht mitgehen.“

Traurige Wahrheit für das Team von Ron Dennis. Zwar wurde beim letzten Test in Imola ein neuer Frontflügel getestet, der vermutlich auch bald eingesetzt wird, aber der wird auch keine zwei Sekunden bringen, damit Coulthard (schnellste Runde: 1:26.328) so schnell wie Michael Schumacher (1:24.125) fahren kann.

„Hut ab vor Ferrari“, fuhr Coulthard bei den Kollegen von sky sports fort. „Sie haben jegliche Politik außen vor gelassen, kamen hierher und zeigten Leistung.“

Während des Winters hatte Ferrari mit dem neuen F2004 fast ausschließlich alleine auf italienischen Rennstrecken getestet. Die Konkurrenz witterte, dass die Roten den Kontakt mit Williams und McLaren meiden wollten, aus Angst, dass die Briten schneller sind. „Gut gemacht Ferrari“, lobte „DC“ die rote Konkurrenz. „Wir müssen nun hart arbeiten. Alle haben gesehen, dass wir nicht schnell genug sind.“

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