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Michelin macht sich für Reifenlimit stark

Michelin wartet mit vier Vorschlägen auf, die alle drei FIA-Forderungen erfüllen sollen: Weniger Speed, Kostensenkung & eine bessere Show.

Schon vor einigen Wochen kündigte Michelin an, dass sie sich einige Vorschläge für die Zukunft der Formel 1 überlegen würden, welche es sowohl den Franzosen als auch deren japanischem Konkurrenten Bridgestone erlauben würden, in der Königsklasse zu verweilen.

Nachdem FIA-Präsident Max Mosley dieser Tage seine Forderung nach Kostenreduzierungen erneut vehement in Szene setzte, präsentierte Michelin im Vorfeld des Heimrennens in Magny-Cours einige Ideen, welche die Kosten um über 50% senken und die Show trotzdem verbessern sollen – geradezu Mosleys Traum...

Dabei berufen sich die Franzosen in ihren Vorschlägen auf die drei großen Ziele des FIA-Präsidenten: Eine Senkung der Kurvengeschwindigkeiten aus Sicherheitsgründen, eine Kostensenkung durch eine Eingrenzung der Reifentests sowie eine Verbesserung der Show ohne die Einführung weiterer künstlicher Regeln.

Die Michelin-Vorschläge im Detail:

  • Der Einsatz nur eines Reifensatzes für das Qualifyings sowie das gesamte Rennen.
  • Zwischen vier und zwei Trockenreifensätze pro Fahrer an einem Wochenende. Darunter eine oder zwei verschiedene Mischungen.
  • Die gleichen Prime- und Option-Reifenmischungen für alle Teams.
  • Sechs Reifensätze pro Team und Testtag sowie die Empfehlung, die Testfahrten während der Saison drastisch zu reduzieren.
„Wir glauben, dass die Ziele der FIA durch unsere Vorschläge erreicht werden können“, kommentiert Michelin-Motorsportdirektor Pierre Dupasquier die Ideen. „Durch den längeren Einsatz der Reifen, werden wir härtere Mischungen einführen müssen, welche weniger Grip bieten und dadurch die Geschwindigkeit reduzieren.“

Durch die weniger zur Verfügung gestellten Reifensätze sollen unterdessen die immensen Kosten für die ausufernden Testfahrten eingegrenzt werden. „Ich bin mir sicher, dass wir so 50% der Kosten für die Teams einsparen können.“

Zudem sollen die härteren Reifen weniger Gummi auf der Strecke zurücklassen, was die „marbles“ der Vergangenheit angehören lassen soll. „Somit sollten Überholmanöver wieder möglich sein.“

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