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"Keine Tests, dafür 20 Rennen"

Bernie Ecclestone plädiert für eine Abschaffung der Tests und eine Erweiterung des Rennkalenders auf 20 Grand Prix, FIA-Boss Mosley hat andere Präferenzen.

Mehr Rennen und weniger Testfahrten. Diese Einstellung vertreten viele der Teamverantwortlichen und Experten – die Boxengasse rauf und die Boxengasse wieder herunter.

Allerdings nicht ganz hinauf, denn die Scuderia Ferrari stellt sich, wie F1-Boss Bernie Ecclestone und einige andere Teamchefs zuletzt mehrfach bestätigten, quer. Sie möchten auch weiterhin einen Vorteil aus ihren Teststrecken und unzähligen sündhaftteuren Testkilometern ziehen.

BAR-Teamboss David Richards hat dabei jedoch seine ganz eigene Meinung: „Es ist absurd, dass wir all diese Testfahrten bestreiten und niemand da ist. Ich war an einem kalten Tag in Barcelona und sah eine Gruppe Spanier mit einer kolumbianischen Flagge und sonst weit und breit niemanden. Es gibt natürlich körperliche Einschränkungen, aber man kann alles umorganisieren. Wie viele Rennen fährt die NASCAR-Serie? 36?“

Und an diesem Punkt kommt auch Bernie Ecclestone ins Spiel, welcher zuletzt mehrfach erklärte, dass man Testfahrten notfalls komplett verbieten müsse, um die Kosten zu senken. „Ich hoffe, dass wir 20 Rennen haben können. Wenn die Teams aufhören zu testen, was sie viel Geld kostet, und stattdessen mehr Rennen bestreiten, was ihnen Geld einbringt, dann gibt es keinen Grund warum wir nicht 20 Rennen haben sollten.“

Bis auf einen: Das aktuelle Concorde-Agreement. Denn dieses schreibt momentan ein Maximum von 17 Rennen für den Grand Prix Kalender eines Jahres vor, welches 2004 ohnehin schon überschritten wird – dank Zustimmung aller Teams und einer entsprechenden finanziellen Entschädigung.

Mit der Türkei, Indien, Südkorea, Russland und vielen anderen Ländern warten auf jeden Fall schon genügend Kandidaten auf einen freien Platz im Rennkalender. Nur FIA-Präsident Max Mosley war zuletzt kein Freund dieser Erweiterung des Kalenders: „Ich würde langfristig lieber 16 Rennen sehen“, erklärte der Brite. „Ich denke, dass wir irgendwann kaum noch Tests haben werden, aber keine 20 Rennen. Es ist fraglich, ob man 20 Grand Prix braucht oder nicht.“

David Richards sieht dies ein klein wenig anders: „Es hängt nur davon ab, wie man es macht“, verriet der BAR-Chef unseren britischen Kollegen von Autosport.

„Die Art und Weise wie wir es momentan machen, die Anzahl der Tests und all das Drumherum um ein Wochenende sind nicht gut. Aber wenn das Wochenende kompakter wäre, würden wir nicht am Freitag fahren, sondern erst am Samstagmorgen ankommen und dann könnten wir auch an zwei Wochenenden hintereinander Rennen fahren und weitere Events einschieben. Hören wir auf zu Testen und fahren wir für das gleiche Geld lieber mehr Rennen...“

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