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Am heutigen Morgen gab die Midland Group bekannt, dass sie ab Melbourne 2006 in der Formel 1 an den Start gehen wird. Doch wer ist Midland überhaupt?

Am Freitag bestätigte die Midland Group, was Max Mosley sich gewünscht hatte: Den Einstieg des Midland-F1-Teams in die Formel-1-Weltmeisterschaft.

Die Midland Group ist eine internationale Handels- und Investmentfirma in Privatbesitz, welche 1994 gegründet wurde und eigenen Angaben zu Folge eine „dynamische, innovative Gruppe“ darstellt, die in sehr unterschiedlichen Branchen wie z.B. Commodity-Handel, Stahlherstellung, Transport, dem Baugewerbe und der Landwirtschaft aktiv ist.

Unternehmen im Besitz von Midland und seinen Partnern haben weltweit über 50.000 Mitarbeiter. Die Midland Group agiert in den Wachstumsmärkten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Osteuropa, Türkei, China und Fernost. Marketing und Verwaltung befinden sich in der Schweiz, Kanada und Großbritannien. Die Gruppe agiert weltweit, mit Niederlassungen und Vertretern in 34 Ländern. Das prestigeträchtigste aktuelle Projekt Midlands ist ein beeindruckendes, hochmodernes und superluxuriöses Fünf-Sterne-Hotel samt Wohnkomplex im Geschäftsviertel von Toronto, das in Zusammenarbeit mit der Trump Organization erbaut wird.

Der 26jährige Alexander Shnaider ist als Mitgründer und Chairman von Midland auch für die Formel-1-Aktivitäten verantwortlich. Über die Gründe der Gruppe, sich an der Formel Eins zu beteiligen, erklärte Shnaider: „Für ein weltweit agierendes Geschäftskonglomerat ist die Suche nach einer globalen Kommunikationsplattform etwas ganz selbstverständliches. Unsere Recherche der Berichterstattung über verschiedene Sportarten zeigt, dass nur drei Veranstaltungen unsere Kriterien für internationalen Einsatz entsprechen: Die Olympischen Spiele, die Fußball-WM und die Formel Eins. Da die anderen beiden nur alle vier Jahre stattfinden, war die Formel Eins die natürliche Auswahl. Das Engagement Midlands ist marktgetrieben, ebenso wie der Entschluss, ein Team komplett neu aufzubauen, anstatt ein bereits bestehendes aufzukaufen. Die Midland Group ist eine Kapitalanlagefirma und durch die Gründung eines neuen Teams schaffen wir gleichzeitig neue Werte.“

Damit dementierte Shnaider auch jene Gerüchte, wonach Midland möglicherweise Jaguar aufkaufen könne. Seine F1-Pläne hat Shnaider derweil bereits ausführlich mit Formel-Eins-Chef Bernie Ecclestone diskutiert, der diese voll und ganz unterstützt. „Wir haben über verschiedene Themen Ideen ausgetauscht.“

Auf die Frage, ob sein russisches Kulturerbe - Shnaider wurde in St. Petersburg geboren, zog aber bereits als Kind in den Westen und ist heute in Kanada eingebürgert - Einfluss auf die Kultur des Teams haben würde, sagte er: „Natürlich wird das Team einen russischen Beigeschmack haben, und mittelfristig hoffen wir auch, einen russischen Fahrer in die Formel Eins zu bringen. Midland ist in Russland und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten tief verwurzelt, und wir sind sicher, dass über die Formel Eins beidseitig nutzbringende Beziehungen und Geschäfte etabliert werden können. Die meisten internationalen Unternehmen sind dabei, zu erkennen, dass sie auf diesen Märkten präsent sein müssen.“

Zum Thema eines russischen Grand Prix meint Shnaider: „Russland würde durch die Veranstaltung eines Formel-Eins-Rennens viel positive Aufmerksamkeit erlangen, und es wäre mir eine große Freude, hierzu beitragen zu können.“

In Bezug auf den erheblichen Kostenfaktor der Formel Eins - ein Grund, der den zweitgrößten Automobilhersteller Ford zum Rückzug seines Teams bewegt hat - gibt er sich unbeeindruckt: „Midland ist bereit, die Entwicklung des Teams komplett selbst zu finanzieren, aber unsere einzigartige Stellung wird uns helfen, Sponsoren zu gewinnen.“

Shnaider zeigt jedoch keine Ambitionen, das Team selbst zu leiten. „Ich werde an der Erstellung des Teams aktiv teilhaben. Sobald es aber etabliert ist, werde ich die Führung an einen Teamleiter abtreten.“

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