MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Droht ab 2008 "Formel 1A vs. Formel 1B"?

Das Britische Patentamt zweifelt daran, dass Ecclestones SLEC Besitzer der Trademark "Formel 1" ist, die GPWC könnte ihre Serie ebenso nennen.

Jahrelang ist man davon ausgegangen, dass Bernie Ecclestone der Eigentümer der geschützen Marke "Formel 1" ist. Ebensolange wurde diese Trademark von der Firmengruppe SLEC, die Ecclestone gemeinsam mit seiner Frau und drei Banken gehört, in der Rolle des alleinigen Eigentümers auf beinharte Art und Weise kontrolliert. Doch jetzt hat ein Sprecher des Britischen Patentamts für Aufsehen erregt – denn laut seiner Erkenntnisse hat Bernie Ecclestone kein Recht darauf, den Begriff "Formel 1" für sich oder seine Firmen allein zu beanspruchen.

Ausgelöst hat die Diskussion FIA-Präsident Max Mosley, der erklärt hatte: "Der Unterschied zwischen Bernie und der GPWC ist, dass Bernie die Trademark 'Formel 1' besitzt." Dr. Jeremy Philpott vom Britischen Patentamt sieht das anders – gegenüber dem Daily Telegraph erklärte er: "Der Terminus 'Formel 1' bezeichnet eher eine Art von Motorsport als eine Ware oder Leistungen, welche von einer spezifischen und individuellen oder rechtlichen Instanz erbracht werden."

Da der Begriff "Formel 1" auch im Triathlon oder im Powerboat-Sport eingesetzt wird, ist für Philpott die Marke "in allgemeiner Verwendung und wird daher fälschlicherweise mit einem einzelnen Verteiler von Waren und Leistungen assoziiert."

Aufzeichnungen über registrierte Trademarks hätten zudem ergeben, dass Ecclestone keine paneuropäischen Registrierungen der Begriffe "Formula One", "F1" oder "Formula 1" in der Kategorie Sport- und Kultur-Veranstaltungen innehabe. Philpott ist daher der Meinung, dass künftig sowohl SLEC als auch GPWC diese Begriffe verwenden können. Er sagte auch, dass die Rechte, welche die SLEC für deren Logos in Anspruch nehme, "sehr einklagbar" wären.

Die kommerziellen Rechte, welche die SLEC kontrolliert, betreffen einzig und allein die Meisterschaft namens "The FIA Formula One World Championship". SLEC hat im Jahr 2000 diese Rechte von der FIA erworben, um 360 Millionen Dollar - und zwar für die nächsten 100 Jahre! Doch die teilnehmenden Teams haben sich über das Concorde-Abkommen nur bis zum Ende des Jahres 2007 dieser Meisterschaft gegenüber verpflichtet.

Die GPWC hat gemeinsam mit neun der zehn Teams eine Absichts- und Grundsatzerklärung für die Abhaltung einer eigenen Serie ab 2008 veröffentlicht. Ein Sprecher der GPWC erklärte: "Die GPWC schließt die Möglichkeit nicht aus, den Namen 'Formel 1' zu verwenden."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking