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Die Regeln

Das größte Fragezeichen der Winterpause schwebte auch in diesem Jahr wieder einmal über den vielfältigen Regeländerungen von FIA-Präsident Max Mosley. Diese ließen sich diesmal auf vier Gebiete eingrenzen: Das Qualifyingformat, die Aerodynamik, die Reifen und die Motoren.

Im Hinblick auf das Qualifying lässt sich wie üblich vorzüglich streiten: Die einen sehen eine Verbesserung im Vergleich zum äußerst zähen "doppelten Einzel-Qualifying" des Vorjahres und eine erhöhte Attraktivität für die Zuschauer an der Rennstrecke – schließlich gibt es nun am Sonntagmorgen noch etwas anderes als nur eine leere Strecke zu sehen. Die anderen, wie etwa Bernie Ecclestone, betonen hingegen, dass auch diese Lösung noch nicht der Stein der Weisen sei.

So empfindet es Nick Heidfeld zwar als positiv, dass man nun am Samstag endlich wieder mit "leeren" Tanks fahre und auf diese Weise bestimmt werden könne, welcher Fahrer in welchem Auto auf welcher Strecke tatsächlich der Schnellste ist, doch steigert das Additions-Verfahren den Verwirrtheitsgrad der Zuschauer und TV-Moderatoren und nimmt Tageszeitungen die Möglichkeit, eine Startaufstellung abzudrucken.

Weniger kompliziert gestaltet sich die Analyse der Regel-Änderungen an den Autos: Die extreme Aerodynamikbeschneidung kostete die Teams viel Abtrieb, wobei sie den Downforce-Verlust dank ihrer pausenlos laufenden Windkanäle aber beinahe komplett auffangen konnten. Ohne Mosleys Regeländerungen wären die Autos also tatsächlich noch schneller, aber das Ziel der Einbremsung wurde dennoch nicht erreicht.

Die Zielsetzung der Zwei-Wochend-Motoren wurde hingegen meilenweit verfehlt: Da ab der nächsten Saison V8-Triebwerke zum Einsatz kommen werden, ist von einer Kostensenkung durch die sündhaftteuren Neuentwicklungen kein bisschen zu erkennen. Noch schlimmer wiegt aber der noch einmal um ein Vielfaches gesteigerte Rundengeiz, welcher die Fahrer am Freitag und auch Samstagmorgen zu weiteren gelangweilten Zuschauern verkommen lässt, die den wenigen Freitagstestern auf einer leeren Strecke zusehen.

Auf dem Reifensektor, der vor Saisonbeginn am heißesten diskutiert wurde, scheinen die Regeländerungen hingegen zu greifen. Es gab kaum Reifenschäden und die Pneus beider Hersteller haben sich auch unter den schwierigen Bedingungen in Malaysia & Bahrain als haltbar – wenn auch nicht immer als konkurrenzfähig – erwiesen.

Teil 3 unseres Rückblicks, "Die Neuen & die Reifen", finden Sie in der rechten Navigation.

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