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Rätselraten um Alfa Romeo

Während um die Zukunft von Alfa Romeo weiter Rätselraten herrscht, zog Chevrolet den Disqualifikations-Einspruch wieder zurück.

Johannes Gauglica

Weiter Rätselraten um Alfa Romeo: die Bemühungen um einen Einsatz von zumindest zwei der heurigen Werksautos laufen weiter, für 2007 tun sich weitere Fragen auf.

Der eigentlich für die WTCC vorgesehene Typ 147 wird nämlich just 2007 abgelöst. Der 159 ist weiterhin nicht als Rennauto vorgesehen, als Alternativen werden die sportlichen Coupés GT und Brera gehandelt – beide allerdings keine Tourenwagen im klassischen Sinn.

Einer rätselt nicht mehr mit: Fabrizio Giovanardi, heuer „Top Gun“ bei Alfa Romeo, verläßt die WTCC. Er hat bei Vauxhall angehauert und bestreitet 2006 die traditionsreiche britische Tourenwagenmeisterschaft. Der ursprüngliche Wunschkandidat James Thompson hat sich für einen Vertrag mit Seat entschieden, das öffnete „Gio“ die Tür nach England.

Chevrolet hat mittlerweile gegen die Disqualifikation von Alain Menu in Macau Einspruch erhoben – und wieder zurückgezogen. Im zweiten Rennen erreichte Menu den dritten Platz und somit das erste „Stockerl“ für Chevy.

Bei der technischen Abnahme war allerdings weniger als die vorgeschriebene Restmenge Sprit im Tank; der Schweizer flog aus der Wertung. Teammanager Mark Busfield dazu gesteht zu, „dass das Fahrzeug nicht mit den technischen Regeln übereingestimmt hat, allerdings war dies das Ergebnis eines Unfallschadens aus dem ersten Rennen“.

Chevrolets Europa-Rennsportmanager Eric Nève fügt hinzu: „Trotz dieses Vorfalles glaube ich, dass wir unser Potenzial, das über die Saison hinweg ja stetig gestiegen ist, gezeigt haben. Um dies fortzusetzen, haben wir uns ein ausgiebiges Testprogramm vorgenommen.“

Auch Ford will ein Schäuferl nachlegen: neben dem Hotfiel-Team soll die routinierte italienische Mannschaft CiBiEmme zwei Focus einsetzen und die Entwicklungsarbeit vorantreiben.

Zahlenspiele: die FIA hat statistische Daten zum ersten Jahr der neuen Tourenwagen-Weltmeisterschaft veröffentlicht. 53 Fahrer aus 20 Ländern auf vier Kontinenten waren am Werk, die durchschnittliche Starterzahl war 28,4 per Rennen.

Ein Dutzend Fahrer holte sich heuer Siege, am erfolgreichsten war Giovanardi mit vier Siegen. Ausgeglichenheit im Qualifying: nur Tarquini und Jörg Müller standen öfter als einmal auf der Pole Position. Und nur Müller schaffte an einem Rennwochenende (nämlich in Magny-Cours) den Doppelsieg.

40.700 Besucher hatte das durchschnittliche WTCC-Rennen, laut Statistik satte 67,5% mehr als bei den Läufen zur Europameisterschaft 2004; via TV waren über 300 Millionen Zuseher dabei. 274 Journalisten drängten sich üblicherweise in den Pressezentren, in Macau waren gleich 1.063 Medienvertreter akkreditiert.

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