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Heidfeld nach Rollout zufrieden!

BMW Sauber ist nach dem ersten Testtag mit dem neuen Modell zufrieden. Villeneuve muss sich heuer warm anziehen und gegen Heidfeld bestehen.

Michael Noir Trawniczek

Großes Medien-Getöse rund um die Präsentation des neuen BMW-Sauber in Valencia. Der F1.06 ist eine sanfte Evolution des Vorgängermodells C24, der jedoch wie alle Boliden der Generation 2006 aufgrund des kleineren V8-Motors den Aerodynamikern vor allem im Bereich des Hecks neuen Spielraum bot. Und so weist auch der neue BMW Sauber F1.06 eine extrem aufgeräumte Heckpartie auf, die Frontpartie wurde abgesenkt.

Um 13.20 Uhr zündete Nick Heidfeld erstmals den nagelneuen Renner und drehte die übliche Installationsrunde. Bezeichnend ist, dass Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve derweilen mit dem Hybridmodell C24B (der ebenfalls mit dem neuen P86-V8 ausgerüstet ist) Vorlieb nehmen musste. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen stellte JV beim Launch die Rute ins Fenster: Beide Piloten seien "Nr.1-Fahrer" und würden auch "gleichberechtigt behandelt" werden. Dafür aber erwarte er sich auch "gleichwertige Ergebnisse", machte Theissen klar.

Für Villeneuve, der im Vorjahr zumindest in der ersten Saisonhälfte hinter Stallkollege Massa herhinkte, heißt das: Sollte er im Schatten von "Quick Nick" stehen, wird der Vertrag sicher nicht verlängert. Villeneuve wiederum kündigte an, vollen Einsatz zu geben - im Gegensatz zum Vorjahr sei das Team nun in punkto Ressourcen bestens gerüstet, fügte der Weltmeister des Jahres 1997 hinzu.

Der erste Eindruck ist oft viel sagend - Nick Heidfeld konnte am ersten Testtag 29 problemlose Runden mit dem neuen Modell drehen. Er erklärte: "Ich war nervöser als vor allen anderen Rollouts, die ich mitgemacht habe, denn dieses ist für mich ein größeres und langfristigeres Projekt. Von daher bin ich mit mehr Herzblut dabei. Die ersten Runden im BMW Sauber F1.06 liefen völlig problemlos. Ich war anfangs auf teilweise noch feuchter Strecke mit Intermediates unterwegs. Ich freue mich auf die kommenden Testtage mit dem neuen Auto. Jetzt können wir weiterarbeiten, damit wir bald eine Standortbestimmung vornehmen können."

Zufrieden gab sich auch Mario Theissen, der Motorsportdirektor gab zu Protokoll: "Die erste Ausfahrt mit einem neuen Auto ist für die Ingenieure der spannendste Moment des Jahres. Man arbeitet ein Dreivierteljahr daraufhin, ehe der Wagen wirklich zum ersten Mal gestartet wird und man Rückmeldung von einem Fahrer erhält. Wir sind sehr froh, dass die ganzen für heute geplanten Systemüberprüfungen reibungslos verlaufen sind. Das ist ein guter Anfang. Jetzt nimmt das Auto Fahrt auf und wird von Runde zu Runde schneller."

Am Ende war Heidfeld mit dem neuen Wagen um rund 6/10 schneller als Villeneuve (50 Runden) im Interimsmodell. Heidfelds Bestmarke lautete 1:13.430 Minuten. BMW Sauber wird morgen und übermorgen die Testfahrten in Valencia fortsetzen.

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